Am Abgrund der Alpen durch 580 Haarnadelkurven

Am Monte Cengio (Etappe 2)

 

 


Samstag 29. August bis Sonntag 06. September 2020


NEU Von Cismon del Grappa nach Riva del Garda


7 Tourentage mit insgesamt 425 Kilometern und 14 600 Höhenmetern


Gebirgscross mit Begleitfahrzeug und Gepäcktransport


Die Anreise zum Gardasee erfolgt privat, Möglichkeit der Anreise und Rückreise ab/bis München-Hohenbrunn mit dem Serac Joe-Bus inklusive Radtransport gegen Fahrkostenbeteiligung


Übernachtungen in Gasthöfen und Hotels


Serac Joe Level 4

Kondition          
Fahrtechnik          

 

 

 

Kondition - eine sehr gute Grundausdauer ist erforderlich. Richtlinie: etwa 400 Hm in der Stunde auch über einen längeren Zeitraum hinweg
Fahrtechnik - eine sichere Fahrtechnik auf steinigen Wegen ist erforderlich: schwer


Leistungen Organisation, Buchung der Unterkünfte, Führung, Betreuung und Begleitfahrzeug mit Gepäcktransport, Transfer vom Gardasee nach Cismon del Grappa
Preis 700,00.- Euro

Die Kosten für die Übernachtungen und Verpflegung (Halbpension etwa 70.- Euro pro Tag) müssen gesondert getragen und vor Ort bezahlt werden. Die Gesamtkosten dieser Alpenüberquerung (8 Übernachtungen, Halbpension, 7 Tourentage) betragen etwa 1300,00.- Euro.

Gegen eine Fahrtkostenbeteiligung in Höhe von 35,00.- Euro besteht die Möglichkeit der Anreise und Rückreise ab/bis München-Hohenbrunn mit dem Serac Joe-Bus inklusive Radtransport. Bitte geben Sie bei der Buchung an, ob Sie mit dem Serac Joe-Bus mitfahren möchten.

GPS Die GPS-Tracks sind nicht erhältlich. 


 

Programm: Von Cismon del Grappa nach Riva del Garda

Karte - Am Abgrund der Alpen


Samstag, 29. August: Anreise
privat nach Nago am Gardasee (Treffpunkt gegen 15.00 UHR, Parkmöglichkeit). Es besteht eine Mitfahrgelegenheit im Serac Joe Bus gegen Fahrtkostenbeteiligung ab München-Hohenbrunn (Abfahrt gegen 10.30 UHR), anschließend Transfer im Serac Joe-Bus nach Cismon del Grappa (Fahrzeit knapp 2 Stunden), Übernachtung in Gasthof.


Sonntag: Erste Etappe nach Bassano del Grappa - Über den Monte Grappa (70 Wegkehren)
Cismon del Grappa (195 m) > Monte Grappa (1776 m) > Monte Meatte > San Liberale (595 m) > Bassano del Grappa (105 m), Übernachtung in Hotel

Highlights - La Gusella (Felsnadel über Cismon), die Heilige Zone am Gipfel des Massivs, die Sentieri 152 und 153 und die Ponte degli Alpini (Brenta-Brücke) in Bassano
50 km + 1800 Hm bergauf / 1900 Hm bergab - keine längeren Schiebepassagen


Montag: Zweite Etappe Etappe nach Arsiero - Über die Monti Corno, Pau und Cengio (130 Wegkehren)
Bassano del Grappa (105 m) > Fiume Astico (100 m) > Monte Corno (1335 m) > Bocchetta Pau (1290 m) > Monte Cengio (1354 m) > Arsiero (340 m), Übernachtung in Gasthof

Highlights - die Schau von der Ebene (Ende der Alpen) auf den Abgrund (Anfang der Alpen) und der "Salto dei Cranatieri" 
83 km + 2450 Hm bergauf / 2200 Hm bergab - etwa 45 Min. Schieben


Dienstag: Dritte Etappe zum Fugazze-Pass - Über den Monte Rione (60 Wegkehren)
Arsiero (340 m) > Monte Novegno (1550 m) > Monte Rione (1691 m) > Colletto di Posina > Passo Xomo (1058 m) > Passo Pian delle Fugazze (1163 m), Übernachtung in Gasthof

Highlights - die Alpe Novegno und der Sentiero 401 mit der Galleria Cogolo  
53 km + 2250 Hm bergauf / 1450 Hm bergab - etwa 45 Min. Schieben


Mittwoch: Vierte Etappe zum Monte Zugna - Über den Pasubio (115 Wegkehren)
Passo Pian delle Fugazze (1163 m) > Porte del Pasubio (1928 m) > Sella Roite (2111 m) > Rifugio Lancia (1800 m) > Bocchetta di Foxi (1720 m) > Vallarsa (530 m) > Rifugio Monte Zugna (1628 m), Übernachtung in Berghütte mit Zimmern (der Serac Joe-Bus kann bis zur Hütte fahren)

Highlights - die Strada degli Eroi zurm Rif. Generale Achille Papa, die Denti Italiano e Austriaco, der Sentiero della Pace und der Sentiero 102 hinab in die Vallarsa
53 km + 2300 Hm bergauf / 1850 Hm bergab - etwa 45 Min. Schieben


Donnerstag: Fünfte Etappe nach Sega di Ala - Über den Carega, das Haupt der Piccole Dolomiti (40 Wegkehren)
Rifugio Monte Zugna (1628 m) > Monte Zugna (1857 m) > Passo Buole (1460 m) > Cima Carega (2258 m) > Passo Pertica (1573 m) > Passo Malera (1722 m) > Monte Castelberto (1765 m) > Sega di Ala (1240 m), Übernachtung in Gasthof

Highlights - der Sentiero della Pace über eine zu Stein gewordene Welle zum Rifugio Scalorbi und die Pisten mit Weitblick über die Monti Lessini 
51 km + 1900 Hm bergauf / 2300 Hm bergab - insgesamt etwa 150 Min. Schieben


Freitag: Sechste Etappe nach Spiazzi - Über den Adlerfelsen zur Etsch (90 Wegkehren)
Sega di Ala (1240 m) > Corno d'Aquilio (1545 m) > Fosse (933 m) > Forte Masua > Forte Monte > Forte Ceraino > Etsch-Brücke (88 m) > Forte San Marco > Spiazzi am Monte Baldo (860 m), Übernachtung in Gasthof
 
Highlights - die Dynamite Trails zu den Festungsanlagen auf beiden Seiten der Etsch und die Felsenkirche Madonna della Corona
65 km + 1600 Hm bergauf / 2000 Hm bergab - keine längeren Schiebepassagen


Samstag: Siebte Etappe nach Riva del Garda - Über den Telegrafo und Altissimo (75 Wegkehren)
Spiazzi (860 m) > Cima Telegrafo (2200 m) > Bocca del Creer (1617 m) > Monte Altissimo (2079 m) > Nago > Riva (66 m), Übernachtung in Hotel

Highlight - die vollständige Traverse des Monte Baldo-Kamms
70 km + 2300 Hm bergauf / 3100 Hm bergab - insgesamt etwa 45 Min. Schieben


Sonntag, 6. September: Rückreise
Heimreise privat oder mit dem Serac Joe-Bus nach München-Hohenbrunn (Ankunft gegen 13.00 UHR)

In den Piccole Dolomiti am Carega (Etappe 5, Foto: Jan Führer)

Durch 580 Serpentinen am Abgrund der Alpen
Die Bergmassive von Grappa, Pasubio, Carega und Baldo ragen wie Türme aus der norditalienischen Tiefebene. Dazwischen schließen die felsigen Kämme von Corno, Cengio, Rione und Zugna die Flanken. Das Ende der Alpen gleicht einer Bastion, einem Abgrund. Allein der Anblick lässt Reisende erschaudern. Kaum jemand würde auf den Gedanken kommen, diese Wand zu erklimmen.

In den Gebirgskriegen bewachten riesige Betonbunker mit Kanonen und Mörsern bestückt Pässe und Täler. Mehrgeschossige Festungen mit Kasernen und Munitionsdepots, ja sogar ganze Panzerwerke ragten drohend in den Himmel. Schützengräben, Löcher und Höhlen durchbohrten Felsen und Gletschereis. Wie Adlerhorste klebten MG-Nester in steilen Bergflanken. Kein strategisch wichtiger Punkt war zu abgelegen, um nicht besetzt zu werden. Um diese Hochgebirgsfront erschließen und sichern zu können, mussten Armierungsstraßen und Nachschubwege gebaut werden. Nach dem Motto, "koste es, was es wolle", trieb man Stollen in den Stein, sprengte Scharten in den Gratverlauf und überwand auf engstem Raum Höhenunterschiede bis zu 2000 Meter. Dabei ging es mit einer Tollkühnheit zu Werke, die noch heute jeden Straßenbauer vor Neid erblassen lässt. Meist nur mit sanfter Steigung, Kehre um Kehre, über Brücken und durch Tunnels, stets durch Mauern befestigt und oft nahe am Abgrund schrauben sich die Pisten in die Höhen, zu exponierten Kämmen und aussichtsreichen Gipfeln. Sie enden an strategischen Höhepunkten, von wo das Feindesland eingesehen und in Schach gehalten werden konnte, oder verbinden solche untereinander.

Viele dieser uralten strade militari sind später befestigt und zu Transitrouten ausgebaut worden, viele aber auch verfallen. Da die Alpini-Truppen selbst im Zweiten Weltkrieg noch nicht motorisiert waren, ist die Trassenführung auf der damaligen italienischen Frontseite manchmal recht abenteuerlich und der Bodenbelag grob.   

Der Sentiero della Pace zur Fraccaoli-Hütte (Carega, Etappe 5)

Während der Abfahrt vom Monte Altissimo del Nago (Etappe 7)