Der Giro d'Italia für Mountainbiker - Nord

Am Monte Silano mit Blick auf die Apuanischen Alpen (Etappe 9)

 

 


Samstag 12. September bis Freitag 25. September 2020


NEU Vom Trasimenischen See über den Apennin zur Adria und Riviera - Teil 2 des Giro d'Italia für Mountainbiker


12 Tourentage mit insgesamt 844 Kilometern und 21 500 Höhenmetern


Gebirgscross mit Begleitfahrzeug und Gepäcktransport
Verkürzung der Tagesetappen durch Transfers im Serac Joe-Bully möglich


Anreise privat nach Perugia (Aeroporto Internazionale dell'Umbria San Francesco d'Assisi), Rückreise ab Genua (Aeroporto Internazionale Cristoforo Colombo), Möglichkeit der Anreise und Rückreise ab/bis München-Hohenbrunn mit dem Serac Joe-Bus inklusive Radtransport


Übernachtungen in Gasthöfen und Hotels


Serac Joe Level 3 bis 4

Kondition          
Fahrtechnik          

 

 

 

Kondition - eine sehr gute Grundausdauer ist erforderlich. Richtlinie: etwa 400 Hm in der Stunde auch über einen längeren Zeitraum hinweg
Fahrtechnik - eine sichere Fahrtechnik auf steinigen Wegen ist erforderlich: mittel bis schwer


Leistungen Organisation, Buchung der Unterkünfte, Führung, Betreuung und Begleitfahrzeug mit Gepäcktransport
Preis 1000,00.- Euro

Die Kosten für die Übernachtungen und Verpflegung (Halbpension etwa 70.- Euro pro Tag) müssen gesondert getragen und vor Ort bezahlt werden. Die Gesamtkosten des Giro d'Italia - Teil Nord (13 Übernachtungen, Halbpension, 12 Tourentage) betragen etwa 1900,00.- Euro.

Gegen eine Fahrtkostenbeteiligung in Höhe von 75,00.- Euro besteht die Möglichkeit der Anreise und Rückreise ab/bis München-Hohenbrunn mit dem Serac Joe-Bus inklusive Radtransport. Bitte geben Sie bei der Buchung an, ob Sie mit dem Serac Joe-Bus mitfahren möchten.

GPS Die GPS-Tracks des Giro d'Italia sind nicht erhältlich. 


 

 

Programm: Vom Lago Trasimeno (Perugia) nach Sestri Levante (Genua)

Karte - Über den Apennin zur Adria und Riviera


Samstag, 12. September: Anreise
privat nach Perugia (Flughafen, Bahnhof). Es besteht eine Mitfahrgelegenheit im Serac Joe Bus gegen Fahrtkostenbeteiligung ab/bis München (Abfahrt gegen 8.00 UHR). Übernachtung in Hotel am Lago Trasimeno in San Feliciano.


Sonntag: Erste Etappe nach Citta di Castello am Tiber - Um den Trasimenischen See 
San Feliciano am Trasimenischen See (255 m) > Castiglione del Lago > Monte Ginezzo (927 m) > Alta di Sant'Egidio (1056 m) > Poggio Spicchio (1086 m) > Monte Santa Maria Tiberina > Citta di Castello (290 m), Übernachtung in Gasthof

Highlights - der Grande Anello del Trasimeno und der Bandito-Sentiero 50
105 km + 2000 Hm bergauf / 1950 Hm bergab - keine längeren Schiebepassagen, kürzere Variante möglich


Montag: Zweite Etappe nach Carpegna -  " Il Carpegna mi basta - Der Monte Carpegna ist mir genug " (Marco Pantani)
Citta di Castello (290 m) > Valico di Bocca Trabaria (1049 m) > Borgo Pace (470 m) > Monte Simoncello (1160 m) > Passo Cantoniera (1011 m) > Monte Carpegna (1415 m) > Carpegna (751 m), Übernachtung in Gasthof

Highlights - die Alta Via dei Parchi auf und die Trail-Abfahrt von Pantanis Berg
80 km + 2250 Hm bergauf / 1800 Hm bergab - keine längeren Schiebepassagen, kürzere Variante möglich


Dienstag: Dritte Etappe nach Cesenatico - Auf dem Cippo über den Berg des Piraten zur Adria
Carpegna (751 m) > Monte Carpegna (1415 m) > Lago d'Andreuccio (570 m) > Rocca di San Leo > Fiume Marecchia (125 m) > Rimini (0 m) > Cesenatico (0 m), Übernachtung in Hotel

Highlights - der "Cippo" und die Alta Via dei Parchi zur Adria
88 km + 1200 Hm bergauf / 1950 Hm bergab - keine längeren Schiebepassagen


Mittwoch: Vierte Etappe nach San Benedetto in Alpe - Nove Colli
Cesenatico (0 m) > Cesena > Monte Maggio (260 m) > Rocca delle Caminate (360 m) > Predappio (1320 m) > Monte Bertaccia (615 m) > Rocca San Casciano (213 m) > San Benedetto in Alpe (500 m), Übernachtung in Gasthof

Highlights - Pantanis Geburtsstätte und Grab, das Bergdorf San Benedetto in Alpe
91 km + 1600 Hm bergauf / 1100 Hm bergab - keine Schiebepassagen


Donnerstag: Fünfte Etappe zum Passo della Futa - Auf dem GEA Bike-Trail durch die grüne Hölle am Hauptkamm des Apennins
San Benedetto in Alpe (500 m) > Cascata dell'Acquacheta > Monte Peschiena (1198 m) > Passo della Colla Casaglia (907 m) > Passo del Giogo (882 m) > Passo della Futa (903 m), Übernachtung in Gasthof

Highlights - der Acquacheta-Wasserfall-Trail, die Grande Escursione Apenninica und die Via degli Dei zum Futapass (bekannt vom legendären Autorennen Mille Miglia und dem Giro d'Italia 2007)
64 km + 2300 Hm bergauf / 1900 Hm bergab - insgesamt etwa 45 Min. Schieben bergauf


Freitag: Sechste Etappe nach Orsigna - In den hintersten Apennin-Winkel - das Ende ist mein Anfang! (Tiziano Terzani) 
Passo della Futa (903 m) > Montepiano (706 m) > Monte delle Scalette (1186 m) > Suviana-Schlucht (540 m) > Passo di Collina (932 m) > Pracchia (603 m) > Orsigna (920 m), Übernachtung in Gasthof
 
Highlight - der Trail durch Märchenwald zu den Felsschneiden des Monte delle Scalette und das Bergdorf Orsigna, Heimat und Ruhestätte des bekannten Journalisten Tiziano Terzani
68 km + 2050 Hm bergauf / 2050 Hm bergab - keine längeren Schiebepassagen


Samstag: Siebte Etappe nach Fiumalbo am Abetone - Mit Meerblick über den Monte Cimone
Orsigna (920 m) > Rifugio Duca degli Abruzzi am Lago Scaffaiolo (1790 m) > Passo di Croce Arcana (1675 m) > Monte Cimone (2165 m) > Fiumalbo (935 m), Übernachtung in Gasthof

Highlights - die Bergfahrt zum Rifugio Porta Franca, die Alta Viac dei Parchi auf der Schneide des Apennins zwischen der Toskana und der Emilia Romagna und bei guter Sicht vom Gipfel des Monte Cimone die Alpen, die Adria und das Tyrrhenische Meer mit den Inseln Elba und Korsika vor den Augen
57 km + 2450 Hm bergauf / 2450 Hm bergab - insgesamt etwa 130 Min. Schieben bergauf und je nach Fahrkönnen auch einige Abschnitte bergab, kürzere und einfachere Variante möglich


Sonntag: Achte Etappe nach San Pellegrino in Alpe - Auf der "Strada del Duca" zum heiligen See
Fiumalbo (935 m) > Foce a Giovo (1664 m) > Passo Cattivo (1869 m) > Rifugio Vittoria am Lago Santo (1504 m) > Passo Porticciola (1714 m) > Rifugio Giovanni Santi (1300 m) > San Pellegrino in Alpe (1524 m), Übernachtung in Gasthof

Highlights - die Strada del Duca, 200 Jahre altes Pflaster ins Hochgebirge, der Lago Santo und der Weiler San Pellegrino. Die 18% steile Bergankunft gilt als Scharfrichter (besser Entsafter!) beim Giro d'Italia 
36 km + 1600 Hm bergauf / 1000 Hm bergab - etwa 45 Min. Schieben bergauf und 45 Min. Schieben bergab, einfache Umfahrung möglich


Montag: Neunte Etappe nach Piazza al Serchio - Carpe Diem Monte Silano
San Pellegrino in Alpe  (1524 m) > Passo delle Forbici (1574 m) > Passo Lama Lite (1764 m) > Rifugio Cesare Battisti (1750 m) > Monte Silano (1815 m) > Passo Pradarena (1575 m) > Piazza al Serchio (494 m), Übernachtung in Gasthof

Highlights - die Alta Via dei Parchi zur Battisti-Hütte und die Trails am weltentrückten Monte Silano mit tollen Fernsichten auf die Apuanischen Alpen
55 km + 1300 Hm bergauf / 2350 Hm bergab - insgesamt etwa 45 Min. Schieben bergauf


Dienstag: Zehnte Etappe nach Lerici am Golf von La Spezia - Auf der Via Vandelli
Piazza al Serchio (494 m) > Lago di Gramolazzo > Passo della Tambura (1620 m) > Rifugio Nino Conti (1420 m) > Massa (58 m) > Marina di Carrara (0 m) > Montemarcello (270 m) > Lerici (0 m), Übernachtung in Hotel

Highlights - Anlage und Belag der Via Vandelli zu den Brüchen des weißen Marmors von Carrara und die Conti-Hütte, die wie ein Adlerhorst am nackten, haltlosen Fels der gewaltigen apuanischen Flanken klebt
73 km + 1400 Hm bergauf / 1900 Hm bergab - etwa 45 Min. Schieben bergauf und je nach Fahrkönnen auch längere Abschnitte bergab, einfachere Variante über den Passo Sella möglich


Mittwoch: Elfte Etappe nach Vernazza - Auf der Alta Via Liguria über den Cinque Terre Peak
Lerici (0 m) > La Spezia (0 m) > Rocca Storti (588 m) > Sella Malpertuso (780 m) > Santuario di Nostra Signora di Reggio > Vernazza (0 m), Übernachtung in Hotel

Highlights - die Alta Via mit tollen Blicken auf die Riviera und Vernazza, die malerischste Ortschaft der Cinque Terre
53 km + 1350 Hm bergauf / 1350 Hm bergab - keine längeren Schiebepassagen


Donnerstag: Zwölfte Etappe nach Sestri Levante, der Stadt an zwei Meeren - 
Vernazza (0 m) > Foce di Drignana (500 m) > Passo del Termine (542 m) > Foce di Montale (470 m) > Levanto (0 m) > Bonassola > Salto de Cavallo (560 m) > Punta Baffe (255 m) > Sestri Levante (0 m), Übernachtung in Hotel

Highlights - der Tornantini-Trail nach Levanto, der Küsten-Radweg Francigena und das Städtchen Sestri Levanti zugleich an der "Bucht der Märchen" und der "Bucht der Stille", mehrfach Etappenort des Giro d'Italia
74 km + 2000 Hm bergauf / 2000 Hm bergab - keine längeren Schiebepassagen


Freitag, 25. September: Rückreise
Transfer zum Flughafen Genua (Fahrzeit etwa 60 Min.), weitere Heimreise privat oder mit dem Serac Joe-Bus nach München

Am Gipfel des Monte Cimone (Etappe 7)

Der Giro für Mountainbiker
Die Strecken, auf denen der Giro d'Italia verläuft, führen zu den schönsten Schauplätzen. Straßen lang und geradlinig verschwinden am Horizont. Gewunden und steil, atemberaubend auf den Rückgraten der Gebirge. Aus Steinen, Staub, Schlamm, aus Asphalt, mit Schlaglöchern. Ihre Profile formen Italien. Ohne Berge gäbe es keine Legenden. Während in den Alpen Mortirolo, Gavia, Stelvio und Pordoi als Scharfrichter gelten, schreiben die Fahrbahnbeläge im Apennin wahre Geschichten. Selbst Campionissimo müssen erschöpft vom Rad steigen, malen mit zitternden Fingern ein Kreuz in den weißen Sand der Schotterpisten. Der Giro d'Italia Bike Trail folgt den legendären Anstiegen auf die höchsten Berge und den alten, schmalen Pfaden der Pilger, Partisanen und Hirten hinab in die Täler.

Bike Trail - Nord
Der nördliche Abschnitt vom Trasimenischen See (Perugia) über Cesenatico an der Adria nach Sestri Levante an der Riviera enthält alle Höhepunkte der klassischen Trans Apernnin Tour (mit dem Gran Sasso-Massiv und den Monti Sibillini). Allerdings wurde dieser Gebirgscross komplett neu getrackt und weitere Apennin-Riesen und National- oder Naturparks bei der Streckenführung berücksichtigt. Der Nordteil folgt auf weiten Strecken den Höhenwegen (Alta Via dei Parchi, Alta Via Liguria) und weist im Vergleich zum südlichen Abschnitt (Der Giro d'Italia für Mountainbiker - Süd) einen wesentlich höheren Trail-Anteil auf.

In La Spezia (Etappe 11)

Apennin

An der toskanischen Apennin-Kante, über Gubbio und San Sepolcro trifft man erstmals auf verblichene Markierungen der GEA. Bei der Grande Escursione Appenninica handelt es sich nicht nur um einen Weg. Es gibt Trassen für Radler, Geher und Trekker. Auch ist vieles bei diesem Langstrecken-Projekt des CAI Wunschgedanke geblieben, hat die wilde Apennin-Natur Spuren verschlungen. Der Trans Apennin folgt dem hohen Weg. Das bringt eine große Menge an Trail-Kilometern, erspart Tausende an Höhenmetern, erhöht aber auch die Schiebezeiten. Vier Stunden nordwärts des heiligen Sees, in der einzigen Bar des Wallfahrerortes San Pellegrino in Alpe schwenkt der Giro auf die Route der klassischen TransItalia ein: Zur Küste der Riviera hin ragt aus dem Tal des Serchio ein gewaltiger Bergstock, durchzogen von feinen weißen Adern aus Marmor. Die Abfahrt vom Apennin endet abrupt an den schroffen Flanken der Alpi Apuane, auf den ersten Blick unwegsam. Bereits im 16. Jahrhundert bezwangen die Bischöfe dieser Landstriche der Toskana diese Barrikade durch den Bau der Via Vandelli. Ihre aus Felsquadern geschlichtete Trasse klebt an nackten Felswänden, zeichnet eine feine Linie durch steilste Geröllreisen, schraubt sich gleich der Form eines Korkenziehers in den Himmel, windet sich aus dem Himmel in gleicher Gestalt auf die Erde zurück - fordert Up- wie Downhiller gleichermaßen. Wild, im Frühjahr oft noch weiß, wacht der knapp 2200 Meter hohe Monte Cimone über das weite Land, im Rücken spürt man noch das Gleißen des Trasimenischen Sees, während die Gedanken bei den schweigsamen Einsiedlern eines Klosters hängen, die an Umberto Eccos verfilmten Roman >> Der Name der Rose << erinnern.

Auf der Via Vandelli (Etappe 10)

Durch fünf Länder – Cinque Terre
Links das Meer, rechts der Berg – unten die Cinque Terre, dieses etwa 12 Kilometer lange Stück Rivieraküste nordwestlich der Stadt La Spezia mit den fünf malerischen Dörfern Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore, Nationalpark und seit 1997 Weltkulturerbe der UNESCO. Farbige Häuser an steilen Hängen, verwinkelte Gassen, Torbögen und Naturhäfen mit bunten Booten. Ein teilweise aus dem Fels gehauener, mit Platten befestigter und zahllosen Treppen versehener Küstenweg verbindet die Ortschaften. Radfahrer sind hier nicht erwünscht, Fußgänger müssen für die Begehung bezahlen. Herangeschafft werden die Tausenden mit der Eisenbahn. 1874 wurde entlang der Küste die Bahnstrecke von Genua nach La Spezia gebaut. Jeder der fünf Orte bekam einen eigenen Bahnhof. Außerhalb der Haltestellen verläuft die Strecke fast gänzlich in Tunneln. In den Zügen werden auch Radfahrer samt Gefährt mitgenommen. Oben, über der felsigen Küste, den mit Trockenmauern den Steilflanken abgerungenen Weinbergen und Olivenhainen, am Kamm des bis zu 800 Meter hohen Küstengebirges gibt es kein Gedränge. Die Trans Italia folgt dem Sentiero Rosso, der Alta Via der Cinque Terre. Schotterpisten, schmale Teerstraßen und erdige Wald-Trails bilden den Untergrund für die Reifen. Immer wieder mal muss das Rad über Stufen oder kurze Rampen hinweg geschoben werden. Die Aussichten sind weniger spektakulär als unten. Nur vereinzelt lichtet sich das dichte Grün der Pinien, öffnen sich Tiefblicke auf die fünf Länder. Steile Maultierwege führen in jedes Dorf hinab. Wer unten nicht in den Zug umsteigt, muss anschließend wieder nach oben. Eine Küstenstraße gibt es nicht.

Auf dem Kreuzweg nach Vernazza (Etappe 11)