Ostalpen - Die Direttissima

 Auf dem Weg zur Fürkelescharte (Etappe 5, Foto © Bernhard Kogler)

 

 


Sonntag 5. Juli bis Samstag 11. Juli 2020


Der direkteste Weg über die Ostalpen zum Gardasee 


6 Tourentage mit insgesamt 330 Kilometern und 12 200 Höhenmetern


Die Anreise nach Fischen/Oberstdorf erfolgt privat.


Rucksacktour


Übernachtungen auf hohen Berghütten.


Serac Joe - Level 4

Kondition          
Fahrtechnik          

 

 

 

Kondition - eine sehr gute Grundausdauer ist erforderlich. Richtlinie: etwa 400 Hm in der Stunde auch über einen längeren Zeitraum hinweg
Fahrtechnik - eine sichere Fahrtechnik auf steinigen Wegen ist erforderlich: mittel bis schwer


Leistungen Organisation, Buchung der Unterkünfte, Führung, Betreuung und Rücktransfer von Riva nach Oberstdorf.
Preis 500,00.- Euro

Die Kosten für die Übernachtungen und Verpflegung (Halbpension etwa 60.- Euro pro Tag) müssen gesondert getragen und vor Ort bezahlt werden. Die Gesamtkosten der Direttissima von Oberstdorf nach Riva  (6 Übernachtungen, Halbpension, 6 Tourentage und Rücktransfer von Riva nach Oberstdorf) betragen etwa 900,00.- Euro.


GPS Die GPS-Tracks (gpx-Dateiformat) der Direttissima sind auf der CD im Alpencrossbuch Ostalpen enthalten.



 

Programm: Alpenüberquerung von Oberstdorf auf der Direttissima nach Riva am Gardasee

Landkarte - Direttissima


Sonntag, 5. Juli: Erste Etappe über die Allgäuer Alpen zur Leutkirchner Hütte
Oberstdorf (810 m, Start um 8.00 UHR am Bahnhof von Fischen, kostenloser Parkplatz, weiterer Treffpunkt um 9.00 UHR am Bahnhof von Oberstdorf) > Schrofenpass (1688 m) > Steeg am Lech (1124 m) > Kaisertal > Erlachalpe (1922 m) > Leutkirchner Hütte (2251 m), Übernachtung und Abendessen in Berghütte (Österreich)

Highlights - die Leiter am Schrofenpass, der alte Saumweg durchs Lechtal und der Tobel über der Erlachalm
65 km + 2300 Hm bergauf / 850 Hm bergab / etwa 75 Min. Schieben bergauf


Montag: Zweite Etappe über das Verwall zur Heidelberger Hütte
Leutkirchner Hütte (2251 m) > St. Anton am Arlberg (1295 m) > Moostal > Darmstädter Hütte (2384 m) > Doppelseescharte (2786 m) > Ischgl (1350 m) > Fimbatal > Heidelberger Hütte (2264 m), Übernachtung und Abendessen in Berghütte (Österreich/Schweiz)

Highlight - das Moostal ins wilde Verwallrund mit der hochalpinen Doppelseescharte
45 km + 2500 Hm bergauf / 2500 Hm bergab / etwa 75 Min. Schieben/Tragen bergauf und 10 Min. Schieben bergab 


Dienstag: Dritte Etappe über die Silvretta zur Sesvennahütte
Heidelberger Hütte (2264 m) > Fimberpass (2608 m) > Sur En im Unterengadin (1112 m) > Val d'Uina > Sesvennahütte (2256 m), Abendessen und Übernachtung in Berghütte (Italien)

Highlights - der Trail-Downhill vom Fluchthorn zum jungen Inn und die Val d'Uina-Schluchtgalerie hinauf zur Sesvennahütte
35 km + 1600 Hm bergauf / 1600 Hm bergab / insgesamt etwa 90 Min. Schieben bergauf


Mittwoch: Vierte Etappe über das Madritschjoch zur Zufallhütte
Sesvennahütte (2256 m) > Schlinig (1738 m) > Glurns im Vinschgau (907 m) > Prad am Stilfser Joch > Sulden > Schaubachhütte (2573 m) > Madritschjoch (3123 m) > Zufallhütte (2265 m), Abendessen und Übernachtung in Berghütte (Italien)

Highlights - das Dreigestirn der Ostalpen mit Ortler, Zebru und Königsspitze und die Trail-Abfahrt vom Madritschjoch 
51 km + 2300 Hm bergauf / 2300 Hm bergab / etwa 75 Min. Schieben bergauf und 10 Min. Schieben bergab


Donnerstag: Fünfte Etappe über die Ortlerberge zur Graffer Hütte in der Brenta
Zufallhütte (2265 m) > Fürkelescharte (3032 m) > Rifugio Cevedale (2607 m) > Val di Sole > Dimaro (767 m) > Campo Carlo Magno > Rifugio Graffer al Groste (2261 m), Übernachtung und Abendessen in Berghütte (Italien)

Highlights - der Cevedale-Gletscher und die Felsbalkone der Brenta
74 km + 2400 Hm bergauf / 2400 Hm bergab / etwa 120 Min. Schieben/Tragen bergauf und 15 Min. Schieben bergab


Freitag: Sechste Etappe zwischen Adamello und Brenta zum Gardasee
Rifugio Graffer al Groste (2261 m) > Val Agola > Passo Bregn l'Ors (1836 m) > Stenico > Ponte Arche (400 m) > Passo di Ballino (763 m) > Riva (66 m), Abendessen in Pizzeria und Übernachtung in Gasthof (Italien)

Highlights - Wald und Wasserfälle in der Brenta mit dem Bärenpass
67 km + 1100 Hm bergauf / 3300 Hm bergab / etwa 30 Min. Schieben bergauf


Samstag, 11. Juli: Rückreise
Transfer von Riva nach Oberstdorf (Ankunft gegen 14.00 UHR)


Von der Erlachalpe durch den Tobel zur Leutkirchner Hütte (Etappe 1)

Über alle Berge
Nordwandgesichter meiden lange Alpentäler, suchen die Nähe der höchsten Berge, übernachten auf Hütten, verschwinden für ein paar Tage.

Die Direttissima ist für Mountainbiker die extremste Route zum Gardasee. Der Verlauf gleicht einem auf der Landkarte mit dem Lineal gezogenen Strich zwischen den Punkten Oberstdorf und Riva. Landschaftlich überwältigend, gespickt mit ausgesetzten Trails, anstrengenden Schiebe- und auch Tragepassagen auf Fels und Eis, erfordert diese Alpenüberquerung den hochalpin erfahrenen Bergradler mit einer entsprechenden Ausrüstung. Die Route peilt Ischgl über den Schrofenpass, das Almajurjoch und durch das eisige Verwall-Herz (Doppelseescharte) an. Ehe es am Ortler ernst wird, bieten Fimberpass und die Val-d’Uina-Schluchtgalerie bekanntes Tourenglück. Die eineinhalb Kilometer hohe, eisbehangene Ortler-Nordwand weist den Weg ins Suldental. Über zwei Kilometer Höhendifferenz müssen Biker aus dem Vinschgau zum 3123 Meter hohen Madritschjoch bewältigen. Ohne Schneegestapfe geht es da oft nicht, im Rücken die Nordwand der Königsspitze. Wirklich hart wird es aber erst danach in der Cevedalegruppe. Fast 800 Höhenmeter sind es aus dem oberen Martelltal zur Fürkelescharte, dem Tor zum Süden, ins Val di Sole. Das heißt Bikegeschleppe unter der Zufallspitze, zuletzt über ewiges Eis. Da muss man auch umkehren können, wenn die Verhältnisse schlecht sind.

Im Val d'Uina (Etappe 3)

Auf dem Weg zum Fürkele geht es über ewiges Eis (Etappe 5, Foto © Bernhard Kogler)