Schottland - Highland Trail


Auf dem West Highland Way: Top of Devil's Staircase  (Etappe 7, Foto © Andrew Thomas)

 

 

Samstag 30. Mai bis Mittwoch 10. Juni


NEU Schottland - ein Hochland-Cross von Inverness nach Glasgow


10 Tourentage mit insgesamt 730 Kilometern und 13 100 Höhenmetern


Die Anreise nach Inverness/Schottland (Bahnhof, Flughafen) und die Rückreise ab Glasgow (Bahnhof, Flughafen) erfolgt privat. Es besteht eine Mitfahrgelegenheit im Serac Joe Bus gegen Fahrtkostenbeteiligung, Zustiegsmöglichkeiten bei München, Nürnberg, Frankfurt, Bonn, Köln und am Eurotunnel in Calais


Begleitfahrzeug mit Gepäcktransport


Übernachtungen in Gasthöfen (Inn, Bunkhouse) und Hotels


Serac Joe Level 3

Kondition          
Fahrtechnik          

 

 

 

Kondition - eine sehr gute Grundausdauer ist erforderlich. 
Fahrtechnik - eine sichere Fahrtechnik auf steinigen Wegen ist erforderlich: mittel bis schwer
Das ist keine Tour für Einsteiger. Der "Highland Trail" erfordert Durchhaltevermögen, eine stoische Ruhe im Hinblick auf die Wetterkapriolen und eine gewisse Abenteuerlust! 


Leistungen Organisation, Buchung der Unterkünfte, Führung und Betreuung, Begleitfahrzeug mit Gepäcktransport, Bootsfahrten
Preis 1000,00.- Euro

Die Kosten für die Übernachtungen und Verpflegung (Halbpension etwa 90.- Schottische Pfund, entspricht etwa 105.- Euro pro Tag) müssen gesondert getragen und vor Ort bezahlt werden. Die Gesamtkosten des Highland-Cross in Schottland (11 Übernachtungen, Halbpension, 10 Tourentage) betragen etwa 2200,00.- Euro.

Gegen eine Fahrtkostenbeteiligung in Höhe von 300,00.- Euro besteht die Möglichkeit der An- und Rückreise ab/bis Deutschland durch den Eurotunnel mit dem Serac Joe-Bus inklusive Radtransport. Bitte geben Sie bei der Buchung an, ob Sie mit dem Serac Joe-Bus mitfahren möchten.


GPS Der GPS-Track dieser Überquerung des schottischen Hochlands ist nicht erhältlich. 


 

Programm: Highland Cross von Inverness nach Glasgow

Karte - Highland Trail Schottland


Samstag, 30. Mai: Anreise
privat nach Inverness (Flughafen, Bahnhof), Treffpunkt gegen 18.00 Uhr, Abendessen und Übernachtung in Hotel.
Hinweis: Der Serac Joe Bus fährt am Freitag gegen 16.00 Uhr in München los.


Sonntag: Erste Etappe von der Nordsee zum Atlantik - "coast to coast"
Inverness (0 m, Nordsee) > Loch Garve (120 m) > Loch Glascarnoch > Ullapool (0 m, Atlantik), Übernachtung in Hotel

Highlights - die Whisky-Destillerie von Muir of Ord, der Blackwater-Trail mit den Rogie Falls, die Einkehr im Aultguish Inn und das Städtchen Ullapool 
93 km + 650 Hm bergauf / 650 Hm bergab - keine Schiebepassagen


Montag: Zweite Etappe auf dem Weg durch die einsame Wildnis am "An Teallach-Massiv" - "stepping stones on the wilderness-trek" 
Ullapool (0 m) > Dundonell (0 m, mit dem Schlauchboot über einen Atlantik-Fjord) > Loch na Sealga (100 m) > Bothy Carnmore > Poolewe (0 m), Übernachtung in Hotel
 
Highlights - der Raft über den Atlantik, die Crofter-Pfade im Fisherfield Forest unterm An Teallach, das Bothy Carnmore (unbewirtschaftete Schutzhütte) und das Meerloch Ewe 
55 km + 1400 Hm bergauf / 1400 Hm bergab (davon gut 50 km Hochland-Pisten und Trails) - etwa 30 Min. Schieben bergauf


Dienstag: Dritte Etappe auf dem United Kingdom-Trail des Jahres 2011 nach Torridon - "rough stuff"
Poolewe (0 m) > Kinlochewe (30 m) > Loch Dùghaill > Upper Loch Torridon (0 m), Übernachtung in Gasthof
 
Highlights - der An Sgalaig Crofter-Pfad, um das Beinn-Eighe-Massiv auf gekürten Trails zwischen von Gletschern abgefrästen Bergrücken mit riesigen rosafarbenen Steinwürfeln, das Torridon-Inn 
72 km + 1400 Hm bergauf / 1400 Hm bergab, lange bisweilen anspruchsvolle Trails - etwa 45 Min. Schieben bergauf, einfache Umfahrung möglich


Mittwoch: Vierte Etappe auf dem Applecross-Trail zum Inner Sound und über den Rindviehpass zum Lochcarron - "scenic route and midges myths"  
Torridon (0 m) > Applecross am Inner Sound (0 m) > Bealach-na Ba (626 m) > Strathcarron (5 m), Übernachtung in Hotel

Highlights - Slick-Rock-Trails in einer dramatischen Szenerie, wie sie nur die Natur schaffen kann, in einer Mondlandschaft mit der Insel Skye als Kulisse, das Applecross-Inn und Lochcarron mit der Kyle of Lochalsh Line der Scotsrail
78 km + 1800 Hm bergauf / 1800 Hm bergab - keine Schiebepassagen


Donnerstag: Fünfte Etappe vom Castle Eilean Donan im Schlund der Five Sisters of Kintail nach Tomich - "glen of a thousand whispers" 
Strathcarron (5 m) > Castle Eilean Donan > Invershiel (0 m) > Gleann Lichd (340 m) > Tomich (110 m), Übernachtung in Hotel

Highlights - die traumhaft gelegen Trutzburgen von Strome Castle (MacDonalds) und Castle Eilean Donan (MacKenzies, diente dem “Highlander” als Kulisse), Pisten und Trails durch das Glen Affric National Nature Reserve  
83 km + 1400 Hm bergauf / 1300 Hm bergab - etwa 45 Min. Schieben bergauf 


Freitag: Sechste Etappe zum Lochness und der verlorenen Straße im Loch Loyne - "lost road to the isles" 
Tomich (110 m) > Fort Augustus am Lochness (20 m) > Caledonian Canal  (25 m) > Invergary (60 m), nachmittags Exkursion zum Loch Loyne Übernachtung in Gasthof 

Highlights - der Highland Trail nach Fort Augustus am Lochness und das Rätsel der alten A 87 von Fort William zur Isle of Skye 
57 km + 1100 Hm bergauf / 1150 Hm bergab - keine Schiebepassagen + Loch Loyne-Exkursion 


Samstag: Siebte Etappe auf dem Great Glen Way zum Ben Nevis und auf dem West Highland Way über die Treppe des Teufels zum Kings House - "all right"
Invergary (60 m) > Fort William (10 m) > Lairigmor-Pass (349 m) > Kinlocheven (15 m) > Devil's Staircase (550 m) > Kings House (245 m), Übernachtung in Gasthof
 
Highlights - durch das Glen Mor (Schottlands längstes Tal. Loch Ness, Loch Lochy und Loch Eil teilen das Hochland in zwei Hälften. Seit 1822 nach Fertigstellung einer schmalen Kanalverbindung zwischen den Seen mit 28 Schleusen - u.a. mit Neptune’s Staircase - schiffbarer Weg zwischen der Nordsee und dem Atlantik) mal neben, mal hoch über dem Kaledonischen Kanal ins Bergsteiger-Dorado Fort William, auf einer Old Military Road über die Treppe des Teufels zum Kings House
82 km + 1550 Hm bergauf / 1350 Hm bergab - etwa 30 Min. Schieben bergauf 


Sonntag: Achte Etappe der Moor of Rannoch-Loop  - "absolut scotland extreme"
Kings House (245 m) > Rannoch Station (300 m) > Loch Ossian (390 m) > Corrour Station (411 m) > Loch Treig (240 m) > Staoineag-Bothy > Meanach-Bothy > Loch Eilde Mor > Kinlocheven (15 m) > Devil's Staircase (550 m) > Kings House (245 m), Übernachtung in Gasthof wie Vortag

Highlights - Corrour Station - der höchst gelegene Bahnhof der West Highland Line von Scotsrail, ansonsten gibt es hier meilenweit nur Wildnis   
80 km + 1500 Hm bergauf / 1500 Hm bergab - insgesamt etwa 100 Min. Schieben, alternativ Ruhetag im Kings House


Montag: Neunte Etappe auf dem West Highland Way zum Loch Lomond - "dynamite and nugget trails"
Kings House (245 m) > Bridge of Orchy (175 m) > Tyndrum (234 m) > Glenfalloch > Inverarnan (13 m) , Übernachtung in Gasthof 

Highlights - die Bridge of Orchy und das Drovers Inn  
50 km + 800 Hm bergauf / 1050 Hm bergab - keine längeren Schiebepassagen


Dienstag: Zehnte Etappe auf dem West Highland Way über den Conic Hill nach Glascow - "very deep!"
Inverarnan (13 m) > Inversnaid am Loch Lomond (13 m, mit Fährschiff) > Balmaha (16 m) > Conic Hill (358 m) > Milngavie (55 m) > Glasgow (30 m), Übernachtung in Hotel

Highlights - die Ufer-Trails im Loch Lomond & Trossachs Nationalpark und die Berg-Trails am Panoramahügel über Balmaha 
80 km + 1500 Hm bergauf / 1500 Hm bergab - etwa 30 Min. Schieben


Mittwoch, 10. Juni: Rückreise
Rückreise ab Glasgow privat oder mit dem Serac Joe Bus (Ankunft in München am Donnerstag gegen 10.00 Uhr). 

Auf dem An Teallach-Crofter-Trail zum Bothy Carnmore (Etappe 2)
Schottland?
Auch wenn die Bergauf-Fahrleistungen des Highland Trails in der Wildnis des Hochlandes von Schottland verglichen mit einer Alpenüberquerung im Format der Joe-Route gering erscheinen, ist das keine Tour für Anfänger. Nur mathematisch entspricht eine schottische Meile einer Entfernung von 1,6 Kilometern, ein Fuß einer Höhe von 0,3 Metern in den Alpen. Die Tracks in den Highlands zeigen sich rauer als die Forststraßen, die Trails ruppiger. Der höchste Berg (Ben Nevis) ist gerade mal 1344 Meter hoch, das Wetter legendär schlecht, die Stechfliegenplage weltweit wohl einzigartig und das Preisniveau relativ hoch. Wer die Fakten betrachtet, kommt schwerlich zu dem Schluss, dass Schottland ein lohnendes Ziel sein könnte. Zudem haben viele der Munros (es gibt 284 Munros in Schottland, vergleichbar mit den Viertausendern der Alpen - das sind Berge, die über 3000 Fuß, also 914 Meter hoch sind) auch noch Namen, die nur der Schotte aussprechen kann. Wer damit prahlt, etwa den Corrieyairack Pass bezwungen zu haben, wird dafür weniger Bewunderung ernten als jemand, der von einer Radtour entlang der Isar erzählt.
Warum die Highlands dennoch zu den schönsten Bike-Regionen der Welt gehören, wird nur derjenige erfahren, der sich aufmacht, dieses Land der Kontraste zu entdecken. Wir haben es in der Saison 2014 gewagt, 2016 wiederholt, 2018 auf neuen Wegen erkundet und sind einfach nur begeistert: Von der Liebenswürdigkeit der Schotten, der Weite und Unberührtheit des Hochlandes, von den schier endlosen Trails und Pisten in einsamsten Gegenden, von dem guten Essen ... . “Four seasons in one day” - vier Jahreszeiten an einem Tag sind sprichwörtlich keine Seltenheit, und gerade wenn plötzlich die Sonne nach einem Regenguss wieder durchkommt, sorgt das für spektakuläre Momente.
“Männer in Kilts, Whisky fässerweise („Ein Glas ist fabelhaft, zwei sind zu viel und drei sind zu wenig“), ein Pint Real Ale und dazu Klänge aus dem Dudelsack” - ein Schuft, wer die Existenz des liebenswerten Monsters Nessie bestreitet. “Nie Einsameres durchfahren” - menschenleere Landschaften von melancholischer Schönheit, sattgrüne Täler unter rauen Bergprofilen mit erzählenden Namen. Geformt durch die Naturgewalten und die historischen Einflüsse der Clearances bildet das Hochland eine unermessliche Weite zwischen den Fjords der zerklüfteten Atlantikküste und den Gestaden der Nordsee. “Eilean Donan Castle” - das Bild der Burg, wie sie sich vor der Kulisse der Berge der Isle of Skye im ruhigen Wasser spiegelt, ist zum Inbegriff von Schottland geworden. Es ist das mit Abstand beliebteste Fotomotiv des Landes und Sinnbild des mystischen Schottlands. Schon an sonnigen Tagen fasziniert der Anblick der auf einer Insel am Zusammenfluss der Löcher Long, Duich und Alsh thronenden Burg; doch an Tagen, an denen sich über den Bergen mächtige Wolken zusammengezogen haben, die sich in dramatischen Schattierungen im Wasser widerspiegeln, ist Eilean Donan Castle einfach nur atemberaubend.

Im Juni verspricht die Statistik das beste Wetter, nur eine Handvoll Mücken und keine Touristenscharen. Übernachtet wird in guten Hotels, das Gepäck transportiert der Begleitbus. 

Midges - schottische Vampire
Midges sind kleine, mückenähnliche Biester mit einem großen Durst, denen man in den Hochsommermonaten in Schottland kaum entkommt. Sie attackieren bevorzugt an windstillen, trocken-feuchten Plätzen. Einer leichten Brise können sie aufgrund ihrer geringen Größe nicht standhalten. Und auch zu kalt mögen sie es nicht.
Leider gibt es kaum wirksame Mittel. Elektrische Abwehrmittel taugen nicht und auch chemische Keulen wie Autan, Zedan helfen nur bedingt. Die Schotten schwören auf "Skin-so-Soft" von Avon, eine Feuchtigkeitspflege, die man in allen Wanderläden in Schottland kaufen kann. Die Midges-Saison in Schottland dauert von Ende Juni bis Anfang September, je nach Witterung. Dabei gibt es weniger betroffene Gebiete wie die Central Highlands und "verseuchte" wie der Westen Schottlands.

Lexikon: Was sind Midges
Midges sind Mitglieder der Diptera (Zweiflüglige Fliegen). Die Spannweite der Flügel ist 2mm. Die Highland Midge hat nur 1,4 mm Flügelspannweite. Die Flügel sind gepunktet. Wenn sie beisst oder sich zur Ruhe setzt, sind die Flügel auf dem Rücken übereinander gefaltet.
Angezogen werden die Midges durch den Atem. Sie reagieren auf eine im Atem enthaltene Mischung von komplexen Alkoholen, Octanol und Kohlendioxid. Zum anderen reagieren sie auf Temperaturdifferenzen.
Es gibt auch ein gegenseitiges Signalisiersystem, das immer mehr Midges anlockt, wenn eine was "zum Beißen" gefunden hat.
Es beißt nur das Weibchen mit einem scherenähnlichem Beißwerkzeug, dass sich immer tiefer in die Haut eingräbt. Fängt die Wunde an zu bluten, so formt die Midge die Beißwerkzeuge zu einem Rüssel und pumpt den zum Juckreiz führende Butgerinnungshemmer in die Wunde. Nun kann sie das Blut aufsaugen.
Midges fliegen und beißen von April bis Oktober. Bei der Highland Midge treten die beißenden Weibchen nicht vor Ende Juni auf. Die Beißsaison dauert ca. 12 Wochen.
Midges beißen gern im Temperaturbereich von 6° bis 18° C.
Midges können nur bis zu einer Windgeschwindigkeit von 2,5 m/s (8km/h) kontrolliert fliegen. Danach suchen sie Schutz in der Bodenvegetation.
Midges treten nur bei einer Helligkeit unter 250 W/m² auf. Ist es heller, kommt sie nicht heraus um zu beißen.
Diese geringe Helligkeit wird ganztags bei einer Nimbostratus Wolkendecke oder erst ab 17:00 Uhr von einer Altrostratus Wolkendecke hervorgerufen. Stratocumulus Wolken führen ab ca. 21:00 Uhr zur entsprechenden Dunkelheit und bei leicht oder unbewölktem Himmel ist es für die Midge immer zu hell.
Es sind keine Übertragungen von Krankheiten durch die Midge bekannt, im Gegensatz zu tropischen Mücken. Dennoch jucken die Bisse und es gibt gelegentlich allergische Reaktionen hierauf. Die Bisswunde kann bis zu 4 Wochen sichtbar sein.
Tiere reagieren auf ein gehäuftes Auftreten der Midges durch Flucht in andere kargere Gegenden, die teilweise weniger Nahrung bieten.
Und!
Im schottischen Netz gibt's einen Midges-Lagebericht ähnlich dem Lawinenlagebericht in den Alpen. Bei Stufe 3 sitzen wir längst beim ersten Pint an der Bar eines Inns. Wir hatten bei den bisherigen Touren auf dem Rad kaum Kontakt mit den Biestern. Einzig eine Reifenpanne bei Windstille und Sonne kann äußerst unangenehm werden!