Der Giro d'Italia für Mountainbiker - Süd

Auf dem "pietra madre" am Monte Amaro im Maiella-Gebirge mit Blick auf den Gran Sasso in den Abruzzen (Etappe 2)

 

 


Samstag 13. Juni bis Samstag 27. Juni 2020


NEU Von der Adria über den Apennin zum Trasimenischen See   - Teil 1 des Giro d'Italia für Mountainbiker


13 Tourentage mit insgesamt 808 Kilometern und 24 700 Höhenmetern


Gebirgscross mit Begleitfahrzeug und Gepäcktransport
Verkürzung der Tagesetappen durch Transfers im Serac Joe-Bully möglich


Anreise privat nach Pesacara (Aeroporto internazionale d'Abruzzo Pasquale Liberi), Rückreise privat ab Perugia (Aeroporto Internazionale dell'Umbria San Francesco d'Assisi), Möglichkeit der Anreise und Rückreise ab/bis München-Hohenbrunn mit dem Serac Joe-Bus inklusive Radtransport


Übernachtungen in Gasthöfen und Hotels


Serac Joe Level 3 bis 4

Kondition          
Fahrtechnik          

 

 

 

Kondition - eine sehr gute Grundausdauer ist erforderlich. Richtlinie: etwa 400 Hm in der Stunde auch über einen längeren Zeitraum hinweg
Fahrtechnik - eine sichere Fahrtechnik auf steinigen Wegen ist erforderlich: mittel bis schwer


Leistungen Organisation, Buchung der Unterkünfte, Führung, Betreuung und Begleitfahrzeug mit Gepäcktransport
Preis 1100,00.- Euro

Die Kosten für die Übernachtungen und Verpflegung (Halbpension etwa 70.- Euro pro Tag) müssen gesondert getragen und vor Ort bezahlt werden. Die Gesamtkosten des Giro d'Italia - Teil Süd (14 Übernachtungen, Halbpension, 13 Tourentage) betragen etwa 2100,00.- Euro.

Gegen eine Fahrtkostenbeteiligung in Höhe von 85,00.- Euro besteht die Möglichkeit der Anreise und Rückreise ab/bis München-Hohenbrunn mit dem Serac Joe-Bus inklusive Radtransport. Bitte geben Sie bei der Buchung an, ob Sie mit dem Serac Joe-Bus mitfahren möchten.

GPS Die GPS-Tracks des Giro d'Italia sind nicht erhältlich. 


 

Programm: Von Pescara (Adria) zum Lago Trasimeno (Perugia)

Karte - Über den Apennin


Samstag, 13. Juni: Anreise
privat nach Pesacara (Flughafen, Bahnhof). Es besteht eine Mitfahrgelegenheit im Serac Joe Bus gegen Fahrtkostenbeteiligung, Zustiegsmöglichkeiten bei München (Abfahrt gegen 7.00 UHR) und Innsbruck. Übernachtung in Hotel.


Sonntag: Erste Etappe zum Passo Lanciano - Prolog Parco Nazionale della Maiella
Pescara/Francavilla al Mare (0 m) > Chieti (300 m) > Serramonacesca (280 m)> Passo Lanciano (1300 m), Übernachtung in Gasthof
Highlights - Chieti Alta und der Sentiero Liberatore bergauf zum Passolanciano
48 km + 2000 Hm bergauf / 700 Hm bergab - keine längeren Schiebepassagen


Montag: Zweite Etappe zum Campo di Giove - Über den Monte Amaro, höchster Berg des Maiella-Gebirges und zweithöchster Gipfel des Apennins
Passo Lanciano (1300 m) > Blockhaus (2060 m) > Monte Amaro (2793 m) > Forchetta Maiella (2390 m) > Campo di Giove (1060 m), Übernachtung in Gasthof

Highlights - die Giro Bergankunft am Monte Blockhaus (2009 gewann Pellizotti, 2017 Quintana), das pietra madre, die Biwakschachtel am Amaro-Gipfel und endlose Trails durch eine Mondlandschaft mit grandiosen Fernblicken
41 km + 1850 Hm bergauf / 2100 Hm bergab - Schiebepassagen je nach Fahrkönnen mindestens aber 45 Min., verschiedene Varianten etwa mit Downhill durch das Vallone di Santo Spirito


Dienstag: Dritte Etappe nach Celano am Rand des Piana del Fucino - Über den Monte Morrone
Campo di Giove (1060 m) > Monte Morrone (2061 m) > Sulmona (400 m) > Forca Caruso (1100 m) > Celano (740 m), Übernachtung in Hotel

Highlights - der Sentiero delle Spirito über den Morrone, das Städtchen Sulmona (Confetti) und der trocken gelegte Fuciner See
97 km + 2800 Hm bergauf / 3100 Hm bergab - Schiebepassagen je nach Fahrkönnen mindestens aber 45 Min., kürzere Variante nur bis Sulmona


Mittwoch: Vierte Etappe zur Rocca Calascio - Über den Monte Sirente
Celano (740 m) > Piano Canale Monte Sirente (1850 m) > Rocca di Mezzo (1280 m) > Fiume Aterno (560 m) > Castelvecchio > Rocca Calascio (1390 m), Übernachtung in alter Burg (Gasthof)

Highlights - die kehrenreiche Bergfahrt in den Naturpark Sirente Velino, der Terranera-Trail und das Refugio della Rocca in einer Burg auf dem Felsspitz Calascio
81 km + 2400 Hm bergauf / 1750 Hm bergab - keine längeren Schiebepassagen


Donnerstag: Fünfte Etappe nach Pietracamela - Über den Campo Imperatore am Gran Sasso d'Italia
Rocca Calascio (1390 m) > Lago Pietranzoni (1640 m) > Campo Imperatore (2129 m) > La Portella (2246 m) > Val Maone > Pietracamela (1050 m), Übernachtung in Gasthof

Highlights - der Lago Pietranzoni mit dem sich spiegelnden Großen Stein im Nationalpark Gran Sasso Monti della Laga, die Giro-Bergankunft am Campo Imperatore (1999 gewann Pantani, 2018 Yates), der Trail durch die Märchenlandschaft des Val Maone zum Dorf am Kamelfelsen  
44 km + 1450 Hm bergauf / 1800 Hm bergab - keine längeren Schiebepassagen 


Freitag: Sechste Etappe nach Amatrice - Über den Ufern des Lago di Campotosto 
Pietracamela (1050 m) > Fiume Vomano (520 m) > Fiume Zingano > Colle del Vento (1700 m) > Lago di Campotosto (1350 m) > Amatrice (940 m), Übernachtung in Gasthof
 
Highlight - Panorama-Trails am Lago di Campotosto und Spaghetti all'Amatriciana im Ursprungsort 
59 km + 1600 Hm bergauf / 1700 Hm bergab - keine längeren Schiebepassagen


Samstag: Siebte Etappe nach Montemonaco - Um das Pian Grande von Castelluccio
Amatrice (940 m) > Fiume Tronto (800 m) > Scoglio Pecorino (1661 m) > Laghi Pantani > Forca Canapine (1540) > Castelluccio (1420 m) > Forca di Presta (1534 m) > Montemonaco (985 m), Übernachtung in Gasthof

Highlights - Pisten und Trails im Nationalpark Monti Sibillini
76 km + 2250 Hm bergauf / 2200 Hm bergab - keine längeren Schiebepassagen, verschiedene Varianten etwa mit der "strada imperiale" nach Foce im Valle del Lago di Pilato


Sonntag: Achte Etappe zum Lago Fiastra - Durch die Infernaccio-Schlucht
Montemonaco (985 m) > Val Tenna (920 m) > Passo Cattivo (1869 m) > Ussita (720 m) > Pian Terrena (1530 m) Lago Fiastra (650 m), Übernachtung in Gasthof

Highlight - das Val Tenna mit der Bergfahrt zum Rückgrat der Monti Sibillini
65 km + 2000 Hm bergauf / 2350 Hm bergab - keine längeren Schiebepassagen, verschiedene Varianten etwa über den Monte Sibilla (2173 m) ins Val Tenna


Montag: Neunte Etappe nach Matelica - Über die Berge Fiegni und Letegge
Fiastra  (650 m) > Monte Fiegni (1323 m) > Lago di Caccamo (295 m) > Monte Letegge (1023 m) > Val di Sant' Eustachio > San Severino Marche (235 m) > Sasso Pozze (850 m) > Matelica (340 m), Übernachtung in Hotel

Highlights - die Bergfahrt zum Fiegni-Panorama und der Trail zum Eremo Sant' Eustachio
71 km + 2300 Hm bergauf / 2600 Hm bergab, keine längeren Schiebepassagen


Dienstag: Zehnte Etappe nach Scheggia - Durch das Valleremita und über den Monte Cucco
Matelica (340 m) > Forcella di Sant' Angelo (739 m) > Valleremita > Vallina (445 m) > Val di Ranco (1125 m) > Monte Cucco (1566 m) > Costacciaro (544 m) > Scheggia (660 m), Übernachtung in Gasthof

Highlights - das Umbrien-Panorama vom Gipfel und der Costacciaro-Trail im Naturpark Monte Cucco
68 km + 2250 Hm bergauf / 1950 Hm bergab - etwa 45 Min. Schieben


Mittwoch: Elfte Etappe nach Cagli - Über die Berge Catria und Petrano
Scheggia (660 m) > Fonte Avellana (685 m) > Monte Catria (1702 m) > Cantiano (360 m) > Monte Petrano (1106 m) > Cagli (285 m), Übernachtung in Hotel

Highlights - die "strada bianca" zum Gipfelkreuz und der Sentiero 53 vom Monte Catria wie der Sentiero Italia vom Monte Petrano, beides Heldenberge des Giro d'Italia 
63 km + 2300 Hm bergauf / 2650 Hm bergab - etwa 15 Min. Schieben


Donnerstag: Zwölfte Etappe zum heiligen Ubaldo nach Gubbio - Über den Monte Nerone
Cagli (285 m) > Monte Nerone (1525 m) > Pianello (390 m) > Monte Meo (870 m) > Basilica di Sant' Ubaldo (824 m) > Gubbio (500 m), Übernachtung in Hotel

Highlights - die Fahrt auf steiniger Piste in die Gipfelhöhen dieses Giroberges der ersten Kategorie und der Lanciacomacchia-Trail
71 km + 2100 Hm bergauf / 1900 Hm bergab - keine Schiebepassagen


Freitag: Dreizehnte Etappe nach San Feliciano am Trasimenischen See - Über den Monte Urbino
Gubbio (500 m) > Monte Urbino (836 m) > Torrente Ventia > Col di Marzo (645 m) > Ponte Pattoli (200 m) > Magione (400 m) > San Feliciano (255 m), Übernachtung in Hotel

Highlights - der Ventia-Trail und der Lago Trasimeno
72 km + 1500 Hm bergauf / 1750 Hm bergab - keine Schiebepassagen


Samstag, 27. Juni: Rückreise
Transfer zum Flughafen Perugia (Fahrzeit etwa 30 Min.), weitere Heimreise privat oder mit dem Serac Joe-Bus nach München

Am Monte Amaro (Etappe 2)

Der Giro für Mountainbiker
Die Strecken, auf denen der Giro d'Italia verläuft, führen zu den schönsten Schauplätzen. Straßen lang und geradlinig verschwinden am Horizont. Gewunden und steil, atemberaubend auf den Rückgraten der Gebirge. Aus Steinen, Staub, Schlamm, aus Asphalt, mit Schlaglöchern. Ihre Profile formen Italien. Ohne Berge gäbe es keine Legenden. Während in den Alpen Mortirolo, Gavia, Stelvio und Pordoi als Scharfrichter gelten, schreiben die Fahrbahnbeläge im Apennin wahre Geschichten. Selbst Campionissimo müssen erschöpft vom Rad steigen, malen mit zitternden Fingern ein Kreuz in den weißen Sand der Schotterpisten. Der Giro d'Italia Bike Trail folgt den legendären Anstiegen auf die höchsten Berge und den alten, schmalen Pfaden der Pilger, Partisanen und Hirten hinab in die Täler.

Bike Trail - Süd
Der südliche Abschnitt von der Adria (Pescara) zum Trasimenischen See (Perugia) enthält alle Höhepunkte der klassischen Trans Abruzzen Tour (mit dem Gran Sasso-Massiv und den Monti Sibillini). Allerdings wurde dieser Gebirgscross komplett neu getrackt und weitere Apennin-Riesen und National- oder Naturparks bei der Streckenführung berücksichtigt. Der nördliche Abschnitt führt vom Trasimenischen See (Perugia) über Cesenatico an der Adria nach Sestri Levante an der Riviera (Der Giro d'Italia für Mountainbiker - Nord)
Am Monte Sirente (Etappe 4)

Abruzzen
Die „Ragni“ (Spinnen) von Lecco am Comer See und die „Scoiattoli“ (Eichhörnchen) von Cortina in den Dolomiten sind als hervorragende Kletterer auch jenseits der Grenzen von Italien ein Begriff. Nur wenige wissen jedoch, dass die erste Vereinigung dieser Art in den Abruzzen gegründet wurde: die „Aquilotti“ (Jungen Adler) von Pietracamela am Nordfuss des Gran Sasso. 600 Kilometer südlich der Alpen, mitten im italienischen Stiefel, auf der Höhe von Rom, schwingt sich ein mächtiges Kalkgebirge zu alpinen Höhen bis an die 3000 Meter auf. Die Abruzzen sind kein isoliertes Bergmassiv, sondern Teil des Apennins, der als eines der großen europäischen Gebirgssysteme den ganzen Stiefel von den Seealpen bis nach Sizilien durchzieht.
Fast immer alleine in einer Märchenlandschaft, ganz oben am Horizont das Meer und ein Cappuccino in einem der befestigten Bergdörfer – schmale Teersträßchen, steinige Pisten und erdige Trails in einer monumentalen Bergwelt der Extremen mit klangvollen Namen, teils bekannt aus den Speisekarten hiesiger Pizzerias: Valle Pugliese, der Lago di Pilato - Pontius Pilatus soll in diesem See ertränkt worden sein -  am Pizzo del Diavolo, Campo Imperatore, Gras und Felsen, Wind und Weite, Wahrzeichen wie die „Fontana delle 99 cannelle“ von L’Aquila – das Wasser sprudelt aus 93 steinernen Masken. Nicht 99, wie der Volksmund sagt. Sie symbolisieren die Castelli, aus denen einst die Bergstadt gegründet wurde. Mittendrin der Große Stein, der Gran Sasso d’Italia, das Gefängnis des italienischen Diktators Mussolini mit dem Wunder seiner Rettung.
Fast jede Bergflanke der Abruzzen und Monti Sibillini durchzieht ein Trail.

Zum Campo Imperatore (Etappe 5)

Apennin
Der Apennin zeigt sich nördlich des Lago Fiastra als Hügelland, ohne klare Linien. Da kann man locker 5000 Höhenmeter machen und ist keine 50 Kilometer weiter gekommen. Das Bergland ist zersiedelt, es gibt nur wenige Unterkunftsmöglichkeiten. Uralte Routen der Wallfahrer von einer Einsiedelei zur nächsten weisen den Weg, zeigen, wo man sehr gut essen kann. Nach einer Strecke von 100 Kilometern werden die Berge höher. Der Monte Cucco hat durchaus alpinen Charakter. Die Monti Catria, Petrano und Nerone haben die Geschichte des Giro d’Italias mitgestaltet, Sieger und Verlierer hervorgebracht. Und die Straßen an diesen Apennin-Häuptern sind auch heute noch auf weiten Strecken gekiest.
Kampf, Ekstase, ein rauschendes Fest
Jedes Jahr feiert Gubbio, eine Stadt im Apennin-Gebirge, zur Erinnerung an seinen Schutzpatron, den heiligen Ubaldo, im Mai die Festa dei Ceri. Die Corsa durch die Gassen ist keine Prozession, es ist eine selbst für Italien einzigartige Leidenschaft von Menschen, die im Apennin leben, von seinen Bergen, Wäldern und Tälern geprägt wurden und werden, ein Parcours der Freuden und Schmerzen, die Corsa dei Ceri.