Schottland - vom Cape Wrath zur Isle of Skye


Isle of Skye (Etappe 6 bis 9) - Foto © Danny MacAskill-Video: The Ridge

 

 


Samstag 02. Juni bis Mittwoch 13. Juni 2018


Schottland - auf den Spuren von Hannah Barnes und Danny MacAskill vom Cape Wrath zur Isle of Skye und nach Inverness


10 Tourentage mit insgesamt 635 Kilometern und 11 200 Höhenmetern


Die Anreise nach Inverness/Schottland (Bahnhof, Flughafen) erfolgt privat. Flugverbindungen nach Edinbourgh, Aberdeen und Inverness. Es besteht eine Mitfahrgelegenheit im Serac Joe Bus gegen Fahrtkostenbeteiligung, Zustiegsmöglichkeiten bei München, Nürnberg, Frankfurt, Bonn, Köln und am Eurotunnel in Calais


Begleitfahrzeug mit Gepäcktransport


Übernachtungen in Gasthöfen (Inns) und Hotels


Serac Joe Level 3

Kondition          
Fahrtechnik          

 

 

 

Kondition - eine gute Grundausdauer ist erforderlich. Richtlinie: etwa 400 Hm in der Stunde auch über einen längeren Zeitraum hinweg
Fahrtechnik - eine sichere Fahrtechnik auf steinigen Wegen ist erforderlich: mittel
Das ist keine Tour für Einsteiger. Der "Bike across Scotland" erfordert Durchhaltevermögen, eine stoische Ruhe im Hinblick auf die Wetterkapriolen und eine gewisse Abenteuerlust! 


Leistungen und Preise Organisation, Buchung der Unterkünfte, Führung und Betreuung, Begleitfahrzeug mit Gepäcktransport.
Preis 925,00.- Euro

Die Kosten für die Fährfahrten müssen vor Ort gesondert bezahlt werden:
Cape Wrath - 18.- Euro (inklusive Bike)
Ullapool > Stornoway - 11.- Euro (inklusive Bike)
Tarbert > Uig - 10.- Euro (inklusive Bike)
Kylerhea > Glenelg - 10.- Euro (inklusive Bike)

Die Kosten für die Übernachtungen und Verpflegung (Halbpension etwa 80.- Schottische Pfund, entspricht etwa 100.- Euro pro Tag) müssen gesondert getragen und vor Ort bezahlt werden.
Die Gesamtkosten der Across Schottland-Tour mit 11 Übernachtungen, 10 Tourentage, Begleitfahrzeug und Gepäcktransport und den Fährfahrten betragen etwa 2100.- Euro.

Gegen eine Fahrtkostenbeteiligung in Höhe von 300.- Euro besteht die Möglichkeit der An- und Rückreise ab/bis Deutschland mit dem Serac Joe-Bus inklusive Radtransport. Bitte geben Sie bei der Buchung an, ob Sie mit dem Serac Joe-Bus mitfahren möchten.


GPS Die GPS-Tracks dieser Route "across the scottish highlands" sind nicht erhältlich. 



Cape Wrath Lighthouse

 

Programm: Vom Cape Wrath across the Highlands zur Isle of Skye (Atlantik) und nach Inverness (Nordsee)

Landkarte Schottland


Samstag: Anreise
privat nach Inverness (Flughafen, Bahnhof), Treffpunkt gegen 18.00 Uhr, Abendessen und Übernachtung in Hotel (Gepäckdepot und Parkmöglichkeiten)
Hinweis: Der Serac Joe Bus fährt am Freitag gegen 16.00 Uhr in München los.


Sonntag: Erster Tourentag - "Land's End"
Transfer mit dem Serac Joe-Bus von Inverness nach Durness an der Nordküste Schottlands (Fahrzeit ca. 3 Stunden). Anschließend per Fähre (10 Min.) und Bike zum Cape Wrath (Atlantik, hin und zurück 40 km + 700 Hm), alternativ wenn das Wetter oder die Gezeiten die kurze Bootsfahrt unmöglich machen Trailtour zum Sandwood Beach (hin und zurück 28 km + 400 Hm), Übernachtung in Hotel
Highlights - der Dünenstrand von Durness, die Cape Wrath Lighthouse-Road und der Sandwood Beach


Montag: Zweiter Tourentag - "Stunning mountains in Sutherland"
Durness am Atlantik (15 m) > Am Feur-Loch (230 m) > Ben Hope-Range (15 m) > Arkle-Range (522 m) > Loch Stack (38 m) > Loch More > Ben Strome-Range (408 m) > Kylesku (9 m), Übernachtung im Hotel  
Highlights - der Ben Hope (der "Berg an der Bucht", nördlichster Munro mit einer imposanten 800 Meter hohen Westflanke), Wildnis und Felsen am Arkle und Ben Stack und das Kylesku-Hotel
80 km + 1700 Hm bergauf / 1700 Hm bergab, davon gut 50 km auf Hochland-Pisten und Trails
Höhenprofil - Across Scotland Etappe 1 - keine längeren Schiebepassagen


Dienstag: Dritter Tourentag - "Ben More Assynt - Remote Range on the Big Mountain of Sutherland"
Kylesku (9 m) > Stack of Glendhu > Ben More Range (550 m) > Loch Shin (100 m) > Maovally (423 m) > Glenrossal > Rosehall (20 m), Übernachtung in Hotel  
Highlights - die einsame Weite am höchsten Berg der Grafschaft Sutherland
57 km + 1200 Hm bergauf / 1200 Hm bergab, davon knapp 50 km auf Hochland-Pisten und Trails mit zwei weglosen Abschnitten
Höhenprofil - Across Scotland Etappe 2 - etwa 30 Min. Schieben bergab


Mittwoch: Vierter Tourentag - Nach Ullapool 
Rosehall (20 m) > Oykel-Bridge (40 m) > Loch an Daimh  (350 m) > Ullapool (0 m), Übernachtung in Hotel
Highlight - das Städtchen Ullapool am Loch Broom
46 km + 700 Hm bergauf / 700 Hm bergab
Höhenprofil - Across Scotland Etappe 3 - keine Schiebepassagen


Donnerstag: Fünfter Tourentag - Unter Adlern über die wellige Insel Lewis (Äußere Hebriden)
Ullapool (0 m) > Stornoway (0 m, mit dem Fährschiff - Fahrzeit etwa 3 Stunden) > Ath Linne (15 m) > Rhenigidale > Tarbert (0 m), Übernachtung in Hotel
Highlight - der alte Postman's Walk nach Tarbert (Harris)
65 km + 1100 Hm bergauf / 1100 Hm bergab
Höhenprofil - Across Scotland Etappe 4 - keine längeren Schiebepassagen 


Freitag: Sechster Tourentag - Isle of Skye (Quiraing-Trail)
Tarbert (0 m) > Uig (0 m, mit dem Fährschiff - Fahrzeit etwa 2 Stunden) > Quiraing (350 m) > Staffin (20 m) > Portree (0 m, Hauptort der Insel Skye), Übernachtung in Hotel 
Highlights - The Prison, The Needle und The Table - skurril geformte Basaltformationen am Quiraing-Trail, der freistehende Obelisk Old Man of Stoor über dem hübschebn Skye-Hauptort Portree
49 km + 900 Hm bergauf / 900 Hm bergab
Höhenprofil - Across Scotland Etappe 5 - keine längeren Schiebepassagen 


Samstag: Siebter Tourentag - Isle of Skye (MacLeods-Maidens-Trail)
Portree (0 m) > Dunvegan (10 m) > Glendale > Loch Eishort (220 m) > Inselzunge Durinish (MacLeod's Table) > Lorgill Bay > Idrigill Point > Roskhill (15 m), Übernachtung in Hotel
Highlights - Dunvegan Castle und der MacLeods-Maidens-Trail stets entlang der Steilküste der Inselzunge Durinish
84 km + 1500 Hm bergauf / 1400 Hm bergab
Höhenprofil - Across Scotland Etappe 6 - insgesamt etwa 30 Min. Schieben


Sonntag: Achter Tourentag - Isle of Skye (Glen Sligachan-Trail an der Cuillin Ridge)
Roskhill (15 m) > Sligachan (20 m) > Black Cuillin Range (95 m) > Camasunary > Broadford (5 m), Übernachtung in Hotel 
Highlights - die Bergkette der Cuillins gehört zum Spektakulärsten, was Schottland zu bieten hat   
70 km + 1000 Hm bergauf / 1000 Hm bergab
Höhenprofil - Across Scotland Etappe 7 - keine längeren Schiebepassagen


Montag: Neunter Tourentag - Am Loch Alsh auf die große Insel
Broadford (5 m) > Kylerhea (0 m) > Glenelg (0 m, mit dem Fährschiff - Fahrzeit etwa 5 Min.) > Bothy Guardalan > Shiel Bridge (5 m), Übernachtung in Hotel    
Highlights - die Kylerhea-Ferry und die "Five Sister Show" über dem Glen Shiel 
43 km + 900 Hm bergauf / 900 Hm bergab
Höhenprofil - Across Scotland Etappe 8 - etwa 30 Min. Schieben bergauf, einfache Umfahrung möglich


Dienstag: Zehnter Tourentag - Nach Inverness an der Nordsee 
Shiel Bridge (5 m) > Falls of Glomach (523 m) > Glen Elchag (83 m) > Loch Monar (230 m) > Erchless Castle > Beaufort Castle > Kirkhill > Inverness (0 m), Übernachtung in Hotel wie bei der Anreise 
Highlights - die Trails zu den Falls of Glomach und  zum Loch Monar, einsamer geht es nicht mehr!
101 km + 1500 Hm bergauf / 1500 Hm bergab
Höhenprofil - Across Scotland Etappe 9 - insgesamt etwa 60 Min. Schieben


Mittwoch: Rückreise
Rückreise ab Inverness privat oder mit dem Serac Joe Bus (Ankunft in München am Donnerstag gegen 12.00 Uhr). 

The Old Man of Storr - Isle of Skye (6. Tourentag)  

Bike across Scotland
Landschaftlich wie kulturgeschichtlich präsentiert sich Schottland ungemein beeindruckend. Auf einer einzigen Radreise lassen sich unmöglich alle Attraktionen erfahren. Nach dem "Highlands Loop" hat Serac Joe für Schottland-Freunde eine weitere Route ausgearbeitet. "Bike across Scotland" beginnt am Cape Wrath bei Durness am Atlantik (Land's End), wo der NorthWest-Trip der Racebikerin Hannah Barnes durch ihre Heimat endet. Markante Berggestalten wie Ben Hope, Arkle und Ben More Assynt liegen am Weg durch die Grafschaft Sutherland zum Hafen Ullapool. Eine Fähre der Caledonian MacBrayne-Flotte bringt uns auf die Insel Lewis der Äußeren Hebriden - ein beinahe vergessenes Eiland. Unbegehbare Hügelketten und ein gigantisches Labyrinth aus Mooren und unzähligen Lochs formen eine ideale Heimat für Adler (Golden Eagle). Ein alter Postman's Walk weist uns die Richtung nach Tarbet an der Landenge zu Harris, bekannt durch die Herstellung von edelsten Tweedstoffen. Am nächsten Morgen bringt uns eine Fähre auf die romantischste und zugleich wildeste Hebrideninsel. Steil abfallende Felsen ragen an der Küste aus dem Meer, dazwischen traumhafte Sandstrände. Das Landesinnere beeindruckt durch von Gletschern abgeschliffene Platten und bizarren Abbruchkanten des Vulkangesteins. Nicht erst die unvorstellbaren Lines von Danny MacAskill auf der Cuillin Ridge, in den Quiraing Hills oder an den Leod's Tables auf der Inselzunge Durinish haben die Isle of Skye bekannt gemacht. Von Burg zu Burg an den Schauplätzen vorbei führt "Bike across Scotland" drei Tage lang auf Trassen, Tracks und Trails über Skye hinweg. Die legendäre Kylerhea-Ferry schippert abseits der bekannten Verkehrsströme auf dem Glenachulish zwischen Skye und dem schottischen Festland hin und her. Nicht immer. Aber sooft es eben geht. Eine Überfahrt dauert fünf Minuten. Imponierend verbauen Sgùrr nan Saighead, Sgùrr Fhuaran, Sgùrr na Càrnach, Sgùrr na Ciste Duibhe und Sgùrr nan Spàinteach den Horizont über dem Glen Shiel. Die fünf Munros (Berge über 3000 Fuß Höhe) präsentieren sich dem Mountainbiker als Wand. Da muss man bei der Route auch einmal ein wenig pokern. Die Falls of Glomach - wo auch Hannah war - und der vermeintlich end- wie ausweglose Glen Elchag zum Loch Monar bilden die Highland-Marks der Serac Joe-Line um die Five Sisters of Kintal nach Inverness an der Nordsee. Aber wir haben ja noch Andy, der nicht nur das Gepäck transportiert, sondern den Serac Joe-Bully dahin manövriert, wo man ihn braucht. Mehr Schottland geht nicht!

Schottland - Highlands Loop
Auch wenn die Fahrleistungen dieser Rundtour in der Wildnis des Hochlandes von Schottland verglichen mit einer Alpenüberquerung im Format der Joe-Route gering erscheinen, ist der Clan Mac Donald Way (Namensgebung von Serac Joe) nichts für Anfänger. Nur mathematisch entspricht eine schottische Meile einer Entfernung von 1,6 Kilometern, ein Fuß einer Höhe von 0,3 Metern in den Alpen. Die Tracks in den Highlands zeigen sich rauer als die Forststraßen, die Trails ruppiger. Der höchste Berg (Ben Nevis) ist gerade mal 1344 Meter hoch, das Wetter legendär schlecht, die Stechfliegenplage weltweit wohl einzigartig und das Preisniveau relativ hoch. Wer die Fakten betrachtet, kommt schwerlich zu dem Schluss, dass Schottland ein lohnendes Ziel sein könnte. Zudem haben viele der Munros (es gibt 284 Munros in Schottland, vergleichbar mit den Viertausendern der Alpen - das sind Berge, die über 3000 Fuß, also 914 Meter hoch sind) auch noch Namen, die nur der Schotte aussprechen kann. Wer damit prahlt, etwa den Corrieyairack Pass bezwungen zu haben, wird dafür weniger Bewunderung ernten als jemand, der von einer Radtour entlang der Isar erzählt.
Warum die Highlands dennoch zu den schönsten Bike-Regionen der Welt gehören, wird nur derjenige erfahren, der sich aufmacht, dieses Land der Kontraste zu entdecken. Wir haben es in der Saison 2014 gewagt, 2016 wiederholt und sind einfach nur begeistert: Von der Liebenswürdigkeit der Schotten, der Weite und Unberührtheit des Hochlandes, von den schier endlosen Trails und Pisten in einsamsten Gegenden, von dem guten Essen ... . “Four seasons in one day” - vier Jahreszeiten an einem Tag sind sprichwörtlich keine Seltenheit, und gerade wenn plötzlich die Sonne nach einem Regenguss wieder durchkommt, sorgt das für spektakuläre Momente.
“Männer in Kilts, Whisky fässerweise („Ein Glas ist fabelhaft, zwei sind zu viel und drei sind zu wenig“), ein Pint Real Ale und dazu Klänge aus dem Dudelsack” - ein Schuft, wer die Existenz des liebenswerten Monsters Nessie bestreitet. “Nie Einsameres durchfahren” - menschenleere Landschaften von melancholischer Schönheit, sattgrüne Täler unter rauen Bergprofilen mit erzählenden Namen. Geformt durch die Naturgewalten und die historischen Einflüsse der Clearances bildet das Hochland eine unermessliche Weite zwischen den Fjords der zerklüfteten Atlantikküste und den Gestaden der Nordsee. “Eilean Donan Castle” - das Bild der Burg, wie sie sich vor der Kulisse der Berge der Isle of Skye im ruhigen Wasser spiegelt, ist zum Inbegriff von Schottland geworden. Es ist das mit Abstand beliebteste Fotomotiv des Landes und Sinnbild des mystischen Schottlands. Schon an sonnigen Tagen fasziniert der Anblick der auf einer Insel am Zusammenfluss der Löcher Long, Duich und Alsh thronenden Burg; doch an Tagen, an denen sich über den Bergen mächtige Wolken zusammengezogen haben, die sich in dramatischen Schattierungen im Wasser widerspiegeln, ist Eilean Donan Castle einfach nur atemberaubend. 


Am Loch Monar (10. Tourentag)