Sardinien - über einen kleinen Kontinent

Die Piste von Oliena zur Scala Pradu (4. Etappe)

 

 


Samstag 22. September bis Dienstag 02. Oktober 2018


Ichnousa - Durchquerung Sardiniens über die höchsten Berge und die tiefsten Schluchten von Olbia nach Arbatax NEU


8 Tourentage mit insgesamt 465 Kilometern und 12 650 Höhenmetern


Die Anreise nach Olbia/Sardinien erfolgt privat oder gegen eine Fahrtkostenbeteiligung mit dem Serac Joe-Bus ab/bis München-Hohenbrunn oder Innsbruck.


Begleitfahrzeug mit Gepäcktransport


Übernachtungen in Gasthöfen (Albergos) und Hotels


Serac Joe Level 3

Kondition          
Fahrtechnik          

 

 

 

Kondition - eine sehr gute Grundausdauer ist erforderlich. Richtlinie: etwa 400 Hm in der Stunde auch über einen längeren Zeitraum hinweg
Fahrtechnik - eine sichere Fahrtechnik auf steinigen Wegen ist erforderlich: mittel bis sehr schwer (die fahrtechnisch extremen Abschnitte können umfahren werden)


Leistungen Organisation, Buchung der Unterkünfte, Führung und Betreuung, Begleitfahrzeug mit Gepäcktransport und Rücktransfer von Arbatax nach Olbia.
Preis 875,00.- Euro

Die Kosten für die Übernachtungen und Verpflegung (Halbpension etwa 70.- Euro pro Tag) müssen gesondert getragen und vor Ort bezahlt werden. Die Gesamtkosten dieser Sardinien-Tour (9 Übernachtungen, Halbpension, 8 Tourentage, Begleitfahrzeug mit Gepäcktransport und Rücktransfer am Ende der Tour von Arbatax nach Olbia) betragen etwa 1500,00.- Euro.

Gegen eine Fahrtkostenbeteiligung in Höhe von 185,00.- Euro besteht die Möglichkeit der An- und Rückreise ab/bis München-Hohenbrunn oder Innsbruck mit dem Serac Joe-Bus inklusive Fährfahrten und Radtransport. Bitte geben Sie bei der Buchung an, ob Sie mit dem Serac Joe-Bus mitfahren möchten. Die Nacht auf dem Schiff verbringt man in Schlafsesseln. Natürlich können gegen Aufpreis auch Kabinen gebucht werden. Die Mehrkosten für ein Bett in einer Doppelkabine betragen pro Fahrt knapp 50,00.- Euro. Bitte geben Sie bei der Buchung an, ob Sie ein Bett auf dem Schiff möchten.


GPS Selbstfahrer können den GPS-Track (gpx-Dateiformat) der klassischen Trans Sardegna von Olbia über Palau nach Cagliari erwerben, Preis 100.- Euro, weitere Infos


 

Programm: Von Olbia nach Arbatax  NEU

Sardinien - Landkarte


Samstag: Anreise privat
oder mit dem Serac Joe-Bus ab München-Hohenbrunn (Abfahrt gegen 10.00 Uhr) über den Brenner nach Livorno. Um 22.00 Uhr Abfahrt mit dem Fährschiff nach Olbia.


Sonntag: Ankunft in Olbia und erste Etappe über den Monte Pino - auf den Spuren der Rallye d'Italia Sardegna
Gegen 6.30 Uhr Ankunft mit dem Fährschiff in Olbia, Frühstück im alten Hafen, per Bike durch Olbia und Start der ersten Etappe:
Olbia (0 m) > Monte Pino (746 m) > Telti (323 m), Übernachtung in Hotel
Highlights - tolle Bergfahrt auf Rallye-Pisten und die Aussicht vom Monte Pino über die Gallura bis zum Golf von Olbia
33 km + 1000 Hm bergauf / 675 Hm bergab 
Sardinien - Höhenprofil Etappe 1 - keine Schiebepassagen


Montag: Zweite Etappe über den Monte Limbara - über das höchste Massiv zur Salzpfanne der Gallura
Telti (323 m) > Fonte le Grotte - Monte Limbara (1359 m) - Berchidda (300 m), Übernachtung in Albergo
Highlights - bizarrer Granit im Herzen der Gallura und über uralten Steineichen Zeugnisse des kalten Krieges
54 km + 1300 Hm bergauf / 1325 Hm bergab (zusätzlicher Abstecher zum Lago del Coghinas möglich)
Sardinien - Höhenprofil Etappe 2 - keine Schiebepassagen


Dienstag: Dritte Etappe über die Monti di Ala - auf der "strada bianca budduso" zum Franziskanerstädtchen Oliena
Berchidda (300 m) > Monti di Ala (889 m) > Budduso > Osidda > Orune > Oliena (379 m), Übernachtung in Hotel und Abendessen in Pizzeria
Highlights - das Bergdorf Orune mit der "strada vecchia" zum weißen Kalksteinmassiv des Sopramonte
102 km + 2100 Hm bergauf / 2020 Hm bergab, kürzere Variante mit 40 km + 1000 Hm bergauf / 600 Hm bergab möglich
Sardinien - Höhenprofil Etappe 3 - keine Schiebepassagen


Mittwoch: Vierte Etappe zur Punta Corrasi und der Nuraghe Mereu - totale Abgeschiedenheit im wilden Sopramonte
Oliena (379 m) > Scala Pradu (1227 m) > Dolina Su Sercone > Nuraghe Mereu > Monte Novo San Giovanni (1316 m) > Fonni (980 m), Übernachtung in Albergo
Highlights - die Bergfahrt im Morgengrauen durch 40 Serpentinen zur Scala über Oliena, verwegen-die sardischen Trails zur Nuraghe Mereu, Wilder Westen-der Monte Novo San Giovanni und endlich Wasser-die Funtana Bona
68 km + 2350 Hm bergauf / 1750 Hm bergab, kurze Tour-Version bis zur Scala und wieder zurück möglich!
Sardinien - Höhenprofil Etappe 4 - sehr schwere Etappe mit mehreren Schiebepassagen je nach Können bis zu 30 Min.


Donnerstag: Fünfte Etappe über die Punta la Marmora - das Dach Sardiniens im Gennargentu
Fonni (980 m) > Bruncu Spina > Punta la Marmora (1834 m) > Lago Alto del Flumendosa > Villagrande Strisaili (685 m), Übernachtung in Hotel
Highlights - splittriger Schiefer in der Barbagia mit Weitblicken über die ganze Insel hinweg und die Flumendosa-Badegumpen
63 km + 1500 Hm bergauf / 1800 Hm bergab 
Sardinien - Höhenprofil Etappe 5 - ohne Schieben geht da nichts! Je nach Fahrkönnen bergauf bis zu 45 Min. und bergab bis zu 60 Min.


Freitag: Sechste Etappe über den Monte Olinie zum Gigantengrab - Pisten und Trails durch Barbarenland
Villagrande (685 m) > Monte Olinie (1372 m) > Tomba dei Gigante > Cordula de Sa Mela > Genna Silana (1021 m), Übernachtung in Hotel
Highlights - ein Labyrinth aus Schluchten und Kämmen über Urzulei
54 km + 1400 Hm bergauf / 1060 Hm bergab 
Sardinien - Höhenprofil Etappe 6 - keine längeren Schiebepassagen


Samstag: Siebte Etappe in die Gola Su Gorropu - aus einer der tiefsten Schluchten Sardiniens ans Meer
Genna Silana (1021 m) > Su Gorropu (350 m) > Punts Su Nuraghe (877 m) > Cala Gonone (0 m), Übernachtung in Hotel
Highlights - die Trails vom Pass in die Schlucht mit bis zu 500 Meter hohen Kalkwänden und durch den Arcu Suttaterra
35 km + 1000 Hm bergauf / 2020 Hm bergab + kurze Wanderung in der Gola Su Gorropu + Baden im Golfo Orosei
Sardinien - Höhenprofil Etappe 7 - je nach Fahrkönnen bis zu 20 Min. bergab und 20 Min. bergauf 


Sonntag: Achte Etappe von Bucht zu Bucht im Nationalpark Golfo del Orosei - vom Mond zum Mars
Cala Gonone (0 m) > Nuraghe Mannu > Cala Luna (0 m) > Arcu Lupiro > Cala Sisine (0 m) > Altipiano Su Golgo (650 m) > Pedra Longa > Santa Maria Navarese/Arbatax (0 m), Übernachtung in Hotel und Abschiedsabend in Pizzeria
Highlights - die Mondbucht, deren Sichelform namensgebend war, die Piste durch die Cordula Sisine auf die Hochebene von Golgo mit dem tiefsten Karstloch Europas und der Sinkflug zu den Felsnadeln der Pedra Longa
56 km + 2000 Hm bergauf / 2000 Hm bergab, Hinweis: diese extreme Etappe kann durch eine Fahrt mit dem Badeboot (nimmt die Bikes mit) von der Cala Gonone zur Cala Sisine erheblich verkürzt werden, dann 34 km + 1000 Hm bergauf / 1000 Hm bergab
Sardinien - Höhenprofil Etappe 8 - sehr steinige und mitunter auch steile Trailabschnitte mit je nach Fahrkönnen langen Schiebepassagen, Hinweis: bei Fahrt mit dem Badeboot zur Cala Sisine und Fahrt auf der Straße vom Altipiano Golgo über Baunei nach Santa Maria Navarese können alle extremen Pfadabschnitte gemieden werden


Montag: Transfer nach Olbia
Am späten Vormittag Transfer mit dem Serac Joe-Bus von Arbatax nach Olbia (Fahrzeit etwa 3 Stunden, Ankunft in Olbia gegen 15.00 Uhr). Um 22.00 Uhr Abfahrt mit dem Fährschiff nach Livorno.


Dienstag: Heimreise
Gegen 6.30 Uhr Ankunft mit dem Fährschiff in Livorno, weiter mit dem Serac Joe-Bus über Innsbruck nach München (Ankunft gegen 16.00 Uhr)

Unterwegs zur Pedra Longa (8. Etappe)

"Ichnousa" - ein kleiner Kontinent
Sardinien ist die zweitgrößte Insel im Mittelmeer. Ihre Nord-Süd-Ausdehnung beläuft sich auf 270, ihre Ost-West-Breite beträgt 145 Kilometer. Nur durch die 12 Kilometer breite Meeresstraße von Bonifacio wird die sardische Nordküste von Korsika getrennt. Keine 180 Kilometer Wasser liegen zwischen der Südküste und Tunesien. Mit einer durchschnittlichen Höhe von 334 Metern erscheint das Inselrelief gegenüber Korsika vergleichsweise flach. Es gibt keine hochalpinen Gebirge. Also leichtes Spiel für einen Inselcross in bewährter Serac Joe-Manier? Austüfteln, hinfahren, ausspionieren und abhaken! Wanderkarten gibt es keine! Für die Militärkarten wanderten mehr als 400 Euro über den Ladentisch. Und die sind uralt, wie sich bei der Feldarbeit herausstellte. Dann die ersten Überraschungen: schroff ragen die Berge aus dem Meer. Nicht viel mehr als 15 Kilometer Luftlinie liegen zwischen dem Meeresspiegel und den höchsten Gipfeln des Supramonte, 1800 Meter hoch. Unvermittelt tun sich gewaltige Gräben auf. Man sieht sein Ziel schon. Eine Stunde Fahrzeit noch. Da öffnet sich eine Cordula, Schlucht. Wild, weglos, unzähmbar im Urzustand. Ob man sein Tagesziel heute noch erreicht?
Sardinien hat viele Namen. Ichnousa, „die Schuhsohle“ tauften die alten Griechen das Eiland wegen seiner Form. Eine Sage erzählt, dass der liebe Gott die arme Schuhsohle bei der Erschaffung der Welt zunächst übersah. Nachdem ihn ein Engel darauf ansprach, besserte er nach. Er nahm von allem, was er sich an wundervollen Dingen für die Welt ausgedacht hatte: ein wenig schneebedeckte Alpen, bewaldetes Mittelgebirge, eine Portion karibische Traumstrände, eine Prise Sahara und sogar eine kleine Ecke vom Mond. Dies alles verstreute der Schöpfer und schenkte Sardinien seinen schönsten Spitznamen, „Kontinent im Kleinen“. Wer die Trans Sardegna gemacht hat, wird ihm Recht geben!


Die Cala Sisine vom Selvaggio Blu-Trail (8. Etappe)