Über alle Berge - vom Watzmann zum Mont Blanc

Am Lago di Val Viola (7. Etappe)

 

 


Samstag 30. Juni bis Samstag 14. Juli 2018


Via Alpina - von Berchtesgaden längs über die Alpen nach Martigny


13 Tourentage mit insgesamt 1048 Kilometern und 28 750 Höhenmetern


an vielen Tourentagen steht eine einfachere Strecke zur Wahl 


Begleitfahrzeug mit Gepäcktransport


Übernachtungen in Gasthöfen und Hotels


Serac Joe Level 4

Kondition          
Fahrtechnik          

 

 

 

Kondition - eine sehr gute Grundausdauer ist erforderlich. Richtlinie: etwa 450 Hm in der Stunde auch über einen längeren Zeitraum hinweg
Fahrtechnik - eine sichere Fahrtechnik auf steinigen Wegen ist erforderlich: mittel


Leistungen Organisation, Buchung der Unterkünfte, Führung und Betreuung, Begleitfahrzeug mit Gepäcktransport und Rücktransfer von Martigny zum Startpunkt der Tour in Berchtesgaden.
Preis 955,00.- Euro

Die Kosten für die Übernachtungen und Verpflegung (Halbpension etwa 70.- Euro pro Tag) müssen gesondert getragen und vor Ort bezahlt werden. Die Gesamtkosten der Via Alpina von Berchtesgaden nach Martigny (14 Übernachtungen, Halbpension, 13 Tourentage mit Begleitfahrzeug und Gepäcktransport, Rücktransfer von Martigny nach Berchtesgaden) betragen etwa 2000,00.- Euro. 


GPS Selbstfahrer können den GPS-Track (gpx-Dateiformat) der Via Alpina erwerben, Preis 34,79.- Euro. 


 

Programm: Von Berchtesgaden (Deutschland) nach Martigny (Schweiz)

Landkarte - vom Watzmann zum Mont Blanc


Samstag: Anreise
privat nach Berchtesgaden am Königssee (Bahnhof, Treffpunkt gegen 17.00 Uhr), Übernachtung in Gasthof (Deutschland)


Sonntag: Erste Etappe nach Kitzbühel - durch den Nationalpark Berchtesgadener Land zur Streif
Berchtesgaden (543 m) > Hirschbichlpass (1166 m) > Saalach (633 m) > Römersattel (1202 m) > Fieberbrunn (790 m) > Lämmerbichl (1673 m) > Kitzbühel (765 m), Übernachtung in Gasthof (Österreich)
Highlights - die Watzmannfamilie, die Ramsauer Postkartenidylle mit Hintersee und Reiter Alm, die Schüttacher Klammgumpen unter dem Birnhorn und das Kitzbüheler Horn
79 km + 2400 Hm bergauf / 2200 Hm bergab
via alpina - Höhenprofil Etappe 1 - etwa 15 Min. Schieben bergauf


Montag: Zweite Etappe nach Mayrhofen - unterm Großvenediger
Kitzbühel (765 m) > Pengelstein (1938 m) > Stangenjoch (1713 m) > Wildkogel-Haus 2005 m) > Pinzgau (885 m) > Gerlospass (1507 m) > Zillertal > Mayrhofen (645 m), Übernachtung in Gasthof (Österreich)
Highlights - lupenreine Gipfelfahrt zum Pengelstein, Bilderbuchland am Stangenjoch unterm Rettenstein, der Wildkogel-Trail gegenüber der "weltalten Majestät" des Großvenedigers und die alte Gerlos-Passstraße im Hauch der Krimmler Wasserfälle
102 km + 3200 Hm bergauf / 3350 Hm bergab
kürzere Varianten mit 102 km/2600 Hm bergauf/2750 Hm bergab oder 54 km/2600 Hm bergauf/2750 Hm bergab möglich
via alpina - Höhenprofil Etappe 2 - keine längeren Schiebepassagen


Dienstag: Dritte Etappe nach Sterzing - am Olperer über den Hauptkamm der Ostalpen
Mayrhofen (645 m) > Pfitscher-Joch-Haus (2275 m) > Sterzing (945 m), Übernachtung in Gasthof (Italien)
Highlights - der alte Rossweg vom Schlegeisspeicher durchs Pfitschergründl nach Südtirol und die Jausen auf der Dominikushütte und dem Jochhaus
65 km + 1650 Hm bergauf / 1350 Hm bergab
via alpina - Höhenprofil Etappe 3 - keine längeren Schiebepassagen


Mittwoch: Vierte Etappe über den Schneeberg - auf den Spuren der Knappen im Rücken der Stubaier Alpen
Sterzing (945 m) > Ridnaun > Schneebergscharte (2687 m) > Timmelsjochstraße > Moos im Passeier (1007 m), Übernachtung in Gasthof (Italien)
Highlights - Bergfahrt zum Poschhaus und der Maultierweg an den Schneeberghütten vorbei ins Passeiertal
43 km + 2100 Hm bergauf / 1900 Hm bergab
via alpina - Höhenprofil Etappe 4 - etwa 75 Min. Schieben bergauf und 10 Min. Schieben bergab


Donnerstag: Fünfte Etappe über das Eisjöchl - auf einem alten Alpiniweg durch den Naturpark Texelgruppe
Moos im Passeier (1007 m) > Pfelderer Tal > Eisjöchl (2900 m) > Pfossental > Schnalstal > Vinschgau > Prad am Stilfser Joch (915 m), Übernachtung in Gasthof (Italien)
Highlights - der ehemalige Militärweg vom Grün der Lazinser Weiden durch ein graues Chaos aus Schutt und Steinen zum Eishof und die Waalwege am Schloss Juval von Reinhold Messner
80 km + 2400 Hm bergauf / 2600 Hm bergab
via alpina - Höhenprofil Etappe 5 - Schiebepassagen je nach Fahrkönnen und Einsatz, in der Regel etwa 120 Min. bergauf


Freitag: Sechste Etappe über das Stilser Joch - aus der End-der Welt-Stimmung am Ortler über den höchsten Straßenpass der Ostalpen ins Veltlin
Prad (915 m) > Stilfser Joch (2757 m) > Drei-Sprachen-Spitze (2843 m) > Umbrail > Bocchetta di Forcola (2768 m) > Torri di Fraele > Arnoga (1850 m), Übernachtung in Hotel (Italien)
Highlights - die 44 Kehren der Jochstraße und dann offroad im Zeichen einer weißen flatternden Taube auf atemberaubenden Dynamite Trails 35 Kilometer weit durchs Hochgebirge
61 km + 2650 Hm bergauf / 1700 Hm bergab
via alpina - Höhenprofil Etappe 6 - keine längeren Schiebepassagen


Samstag: Siebte Etappe zum Lago di Como - um Bernina und Bergell zum Lario
Arnoga (1850 m) > Val Viola > Passo Confine (2528 m) > Poschav > Berninapass (2328 m) > Malojapass (1815 m) > Gravedona am Comer See (201 m), Übernachtung in Hotel (Italien)
Highlights - feine Pisten und Trails unter den eisbehängten Obelisken der Cime Piazzi und Viola zum hübschen Lago Saoseo und die Engadiner Seenplatte um St. Moritz 
135 km + 1900 Hm bergauf / 3350 Hm bergab
via alpina - Höhenprofil Etappe 7 - keine längeren Schiebepassagen


Sonntag: Achte Etappe zum Luganer See - ins Tessin
Gravedona (201 m) > Mottone della Tappa (2078 m) > Passo di San Lucio (1541 m) > Lugano (277 m), Übernachtung in Hotel (Schweiz)
Highlights - auf verschlungenen Maultierwegen zum Tessiner Zuckerhut San Salvatore am Luganer See
75 km + 2400 Hm bergauf / 2300 Hm bergab
via alpina - Höhenprofil Etappe 8 - etwa 30 Min. Schieben bergauf


Montag: Neunte Etappe vom Luganer- über den Langen- zum Ortasee - ins Piemont
Lugano (277 m) > Forcola Motto Croce (1118 m) > Laveno am Lago Maggiore (199 m) > Intra (per Fährschiff) > Omegna am Lago di Orta (295 m), Übernachtung in Hotel (Italien)
Highlights - die Verschiebung der Perspektive auf das Wasser während der Bootsfahrt über den Lago Maggiore
83 km + 1400 Hm bergauf / 1400 Hm bergab
via alpina - Höhenprofil Etappe 9 - keine Schiebepassagen


Dienstag: Zehnte Etappe zum Santuario d'Oropa - die schwarzen Täler auf der Südseite des Monte Rosa
Ormegna (295 m) > Colma di Foglia (1272 m) > Varallo im Valsesia (447 m) > Bocchetta di Sessara (1382 m) > Galeria Rosazza > Santuario di Oropa (1180 m), Übernachtung im Kloster (Italien)
Highlights - der Heilige Berg im Val Sesia und die Straße der Gläubigen durch die Felsröhre der Galleria Rosazza zu Italiens ältestem Marienheiligtum mit der Schwarzen Madonna
95 km + 3000 Hm bergauf / 2100 Hm bergab
via alpina - Höhenprofil Etappe 10 - keine Schiebepassagen


Mittwoch: Elfte Etappe zum Gran Paradiso - ins Land der Steinböcke
Oropa (1180 m) > Forte Bard im Aostatal (350 m) > Finestra di Champorcher (2826 m) > Cogne (1534 m), Übernachtung in Hotel (Italien)
Highlights - der alte Nachschubweg aus dem Aostatal über die Grajischen Alpen zur Sommerfrische Cogne unter dem Gran Paradiso
94 km + 3000 Hm bergauf / 2100 Hm bergab
via alpina - Höhenprofil Etappe 11 - etwa 40 Min. Schieben bergauf


Donnerstag: Zwölfte Etappe zum Mont Blanc - am Dach der Alpen
Cogne (1534 m) > Aostatal (670 m) > La Thuile > Mont Fortin (2758 m - neue Route) > Lago Checrout (neue Route) > Courmayeur (1224 m), Übernachtung in Hotel (Italien)
Highlights - die Bergfahrt im Val Chavannes und die Panorama-Trails am Mont Fortin gegenüber der gewaltigen Mauer des Weißen Monarchen
86 km + 2300 Hm bergauf / 2600 Hm bergab
via alpina - Höhenprofil Etappe 12 - etwa 20 Min. Schieben bergauf


Freitag: Dreizehnte Etappe zum Rhoneknie nach Martigny - auf der Tour dei Rifugi
Courmayeur (1224 m) > Grand Col Ferret (2537 m) > Martigny (485 m), Übernachtung in Hotel (Schweiz)
Highlights - die alte Schmugglerroute über den Grand Col Ferret - großes Kino und ein grandioser Trail
60 km + 1450 Hm bergauf / 2200 Hm bergab
via alpina - Höhenprofil Etappe 13 - etwa 60 Min. Schieben bergauf 


Samstag: Rückreise
Ab Martigny (Bahnhof) Heimreise privat oder Transfer mit dem Serac Joe-Bus über Bregenz und München nach Berchtesgaden (Ankunft gegen 17.00 Uhr).

Über dem Grand Col Ferret am Mont Blanc (13. Etappe)

Über die Ost- und Westalpen
Vom Watzmann zum Mont Blanc – von der zu Stein gewordenen Königsfamilie zum "Weißen Monarchen" – längs über die Alpen. Der Gesamtalpencross ist eine Fernreise im Herzen Europas. Durch die tief verwurzelte Geschichte verschiedener Kulturen. Mit Ansichten prächtiger Berggestalten nur aus Stein und Eis. Umgeben von plätschernden Bächen, bunten Wiesen, Lärchen und Kiefern. Beschützt von traditionsbewussten Menschen. Die Große Fahrt durch die Wildnis des Nationalparks Berchtesgadener Land, über die Grasberge der Kitzbüheler zu den Krimmler Wasserfällen, wechselt am Pfitscher Joch auf die Südseite der Ostalpen. Nach den ganz hohen Übergängen am Schneeberg, Eisjöchl und Stilfser Joch geht es unter dem Eis der Bernina zu den Ufern der norditalienischen Seen, ehe der Gran Paradiso das kinoreif inszenierte Finale am Dach der Alpen einläutet.

Auf dem alten Plattenweg zum Mottone della Tappa (8. Etappe)

Via Alpina
Den Anfang dieser Fernreise mit dem Mountainbike markiert der Watzmann. Nicht der höchste, wohl aber der bekannteste Berg Deutschlands. Seine Ostwand und der Königssee haben sicher dazu beigetragen. Messerscharf zeichnet sich die Silhouette des der Sage nach zu Stein gewordenen Königs mit Frau und Kindern am Horizont über dem alten Markt von Berchtesgaden ab. "Wie schallts von der Höh’, hollareidulljöh, guckuuu... Groß und mächtig, schicksalsträchtig... Um seinen Gipfel jagen ... Nebelschwaden...", singt Wolfgang Ambros in seiner Watzmann-Persiflage, "Wann die Zeit kummt, nacha holt er di..." Ja, der Berg ruft! Knapp zwei Wochen später ist es soweit. Unvermittelt stockt das Treten und Ziehen der Pedale. Am Col de Chavannes füllt über den schwarzen Ziffern 970 (Kilometer) und 26 500 (Höhenmeter) auf dem grauen Display des Tachometers der Mont Blanc das Blickfeld. Es ist keine Wolke, es sind nicht Felsen, es ist nicht Eis. Es ist alles zusammen: Eine Kathedrale auf riesigen Granitsäulen, verbunden mit gewaltigen Eiswänden, bedeckt von einer weißen Schneehaube ragt aus dem Gipfelmeer.
Längs über die Alpen
Und dazwischen führt der Weg mit dem Mountainbike längs über die Alpen. Durch die engen Trogtäler unter den Berchtesgadener Felsgiganten, über die grasigen Kitzbüheler zu den Gletschern der Zillertaler Alpen. Am durchweg fahrbaren Pfitscher Joch geht es über den Hauptkamm der Ostalpen nach Südtirol. Jenseits über die ganz hohen Pässe der Stubaier und Ötztaler in den Vinschgau und zum Ortler. Das ewige Bernina-Eis auf der Seite der linken Bremshand zum Comer See. Weiter zum Luganer See und ins Tessin mit dem Lago Maggiore. Auf wenig bekannten Kämmen über den Böden der schwarzen Täler der Monte Rosa-Gruppe ins Aosta-Tal, dann am Gran Paradiso noch mal ganz hoch hinauf, ehe er über dem grünen Grund des Val Veny das Blickfeld gänzlich ausfüllt: der >> Weiße Monarch << mit Brenva-Flanke, Peuterey-Grat, Freney-Pfeiler, Innominata-Grat und den Lacs de Miage. Berchtesgaden, Kitzbühel, Mayrhofen, Sterzing, Prad am Stilfser Joch, St. Moritz, Lugano, Cogne, Courmayeur – der Weg ist direkt, ohne große Umfahrungen und doch eines Mountainbikes würdig mit tollen Auffahrten wie Hochgebirgstrails bergab, mit kulturellen wie landschaftlichen Höhepunkten angereichert.