Schottland - Highlands Loop

 Auf dem Appelcross-Trail (4. Etappe)

 

 


Sa 03. Juni bis Mi 14. Juni 2017


Schottland - die große Runde übers Hochland ab/bis Inverness


10 Tourentage mit insgesamt 768 Kilometern und 13 250 Höhenmetern


Die Anreise nach Inverness/Schottland (Bahnhof, Flughafen) erfolgt privat. Flugverbindungen nach Edinbourgh, Aberdeen und Inverness. Es besteht eine Mitfahrgelegenheit im Serac Joe Bus gegen Fahrtkostenbeteiligung, Zustiegsmöglichkeiten bei München, Nürnberg, Frankfurt, Bonn, Köln und am Eurotunnel in Calais


Begleitfahrzeug mit Gepäcktransport


Übernachtungen in Gasthöfen (Inns) und Hotels


Serac Joe Level 3

Kondition          
Fahrtechnik          

 

 

 

Kondition - eine gute Grundausdauer ist erforderlich. Richtlinie: etwa 400 Hm in der Stunde auch über einen längeren Zeitraum hinweg
Fahrtechnik - eine sichere Fahrtechnik auf steinigen Wegen ist erforderlich: mittel


Leistungen und Preise Organisation, Buchung der Unterkünfte, Führung und Betreuung, Begleitfahrzeug mit Gepäcktransport und eine Bootsfahrt
875.- Euro

Die Kosten für die Übernachtungen und Verpflegung (Halbpension etwa 80.- Schottische Pfund, entspricht etwa 100.- Euro pro Tag) müssen gesondert getragen und vor Ort bezahlt werden. Die Gesamtkosten der großen Schottland-Runde mit 11 Übernachtungen, 10 Tourentage, Begleitfahrzeug und Gepäcktransport und der Bootsfahrt  betragen etwa 2000.- Euro.

Gegen eine Fahrtkostenbeteiligung in Höhe von 300.- Euro besteht die Möglichkeit der An- und Rückreise ab/bis Deutschland mit dem Serac Joe-Bus inklusive Radtransport. Bitte geben Sie bei der Buchung an, ob Sie mit dem Serac Joe-Bus mitfahren möchten.


GPS Selbstfahrer können den GPS-Track (gpx-Dateiformat) unserer unserer Schottland-Runde erwerben, Preis 125.- Euro inklusive einer Unterkunftsliste. 


 

Programm: Highlands Loop ab/bis Inverness

Landkarte Schottland


Samstag: Anreise
privat nach Inverness (Flughafen, Bahnhof), Treffpunkt gegen 18.00 Uhr, Abendessen und Übernachtung in Hotel (Gepäckdepot und Parkmöglichkeiten)
Hinweis: Der Serac Joe Bus fährt am Freitag gegen 16.00 Uhr in München los.


Sonntag: Erste Etappe von der Nordsee zum Atlantik - "coast to coast"
Inverness (0 m, Nordsee) > Loch Garve (120 m) > Loch Glascarnoch > Ullapool (0 m, Atlantik), Übernachtung in Hotel
Highlights - die Whisky-Destillerie von Muir of Ord, der Blackwater-Trail mit den Rogie Falls, die Einkehr im Aultguish Inn und das Städtchen Ullapool 
93 km + 650 Hm bergauf / 650 Hm bergab
Höhenprofil - Loop Etappe 1 - keine Schiebepassagen


Montag: Zweite Etappe auf dem Weg durch die einsame Wildnis am "An Teallach-Massiv" - "stepping stones on the wilderness-trek" 
Ullapool (0 m) > Dundonell (0 m, mit dem Schlauchboot über einen Atlantik-Fjord) > Loch na Sealga (100 m) > Bothy Carnmore > Poolewe (0 m), Übernachtung in Hotel  
Highlights - der Raft über den Atlantik, die Crofter-Pfade im Fisherfield Forest unterm An Teallach, das Bothy Carnmore (unbewirtschaftete Schutzhütte) und das Meerloch Ewe 
55 km + 1400 Hm bergauf / 1400 Hm bergab, davon gut 50 km Hochland-Pisten und Trails)
Höhenprofil - Loop Etappe 2 - etwa 30 Min. Schieben bergauf


Dienstag: Dritte Etappe auf dem United Kingdom-Trail des Jahres 2011 nach Torridon - "rough stuff"
Poolewe (0 m) > Kinlochewe (30 m) > Loch Dùghaill > Upper Loch Torridon (0 m), Übernachtung in Inn  
Highlights - der Loch Maree Crofter-Pfad, um das Beinn-Eighe-Massiv auf gekürten Trails zwischen von Gletschern abgefrästen Bergrücken mit riesigen rosafarbenen Steinwürfeln, das Torridon-Inn 
80 km + 1300 Hm bergauf / 1300 Hm bergab, lange bisweilen anspruchsvolle Trails 
Höhenprofil - Loop Etappe 3 - etwa 45 Min. Schieben bergauf, einfache Umfahrung möglich


Mittwoch: Vierte Etappe auf dem Applecross-Trail zum Inner Sound und über den Rindviehpass zum Lochcarron - "scenic route and midges myths"  
Torridon (0 m) > Applecross am Inner Sound (0 m) > Bealach-na Ba (626 m) > Strathcarron (5 m), Übernachtung in Hotel
Highlights - Slick-Rock-Trails in einer dramatischen Szenerie, wie sie nur die Natur schaffen kann, in einer Mondlandschaft mit der Insel Skye als Kulisse, das Applecross-Inn und Lochcarron mit der Kyle of Lochalsh Line der Scotsrail
78 km + 1800 Hm bergauf / 1800 Hm bergab
Höhenprofil - Loop Etappe 4 - keine Schiebepassagen


Donnerstag: Fünfte Etappe vom Castle Eilean Donan im Schlund der Five Sisters of Kintail nach Tomich - "glen of a thousand whispers" 
Strathcarron (5 m) > Castle Eilean Donan > Invershiel (0 m) > Gleann Lichd (340 m) > Tomich (110 m), Übernachtung in Inn
Highlights - die traumhaft gelegen Trutzburgen von Strome Castle (MacDonalds) und Castle Eilean Donan (MacKenzies, diente dem “Highlander” als Kulisse), Pisten und Trails durch das Glen Affric National Nature Reserve  
83 km + 1400 Hm bergauf / 1300 Hm bergab
Höhenprofil - Loop Etappe 5 - etwa 45 Min. Schieben bergauf 


Freitag: Sechste Etappe auf dem Great Glen Way zum Ben Nevis - "all right?"
Tomich (110 m) > Fort Augustus am Lochness (20 m) > Fort William (10 m), Übernachtung in Hotel 
Highlights - durch das Glen Mor (Schottlands längstes Tal. Loch Ness, Loch Lochy und Loch Eil teilen das Hochland in zwei Hälften. Seit 1822 nach Fertigstellung einer schmalen Kanalverbindung zwischen den Seen mit 28 Schleusen - u.a. mit Neptune’s Staircase - schiffbarer Weg zwischen der Nordsee und dem Atlantik) mal neben, mal hoch über dem Kaledonischen Kanal ins Bergsteiger- und Mountainbiker-Dorado Fort William
85 km + 1200 Hm bergauf / 1300 Hm bergab
Höhenprofil - Loop Etappe 6 - keine Schiebepassagen 


Samstag: Siebte Etappe auf den höchsten britischen Berg - "Ben Nevis - Beinn Nibheis - Kopf in den Wolken"
Fort William (10 m) > Ben Nevis (1344 m) > Fort William (10 m), Übernachtung in Hotel wie Vortag
Ab Fort William auf einem Pferde-Trek zum Gipfel. Rauf ist da mit dem Bike noch niemand gefahren, runter zumindest abschnittsweise schon (Videos bei Youtube)! Jeder muss selbst wissen, ob er sein Rad mitnimmt. Bei guten Verhältnissen Abstieg über den Carn Mor Dearg-Grat (Trittsicherheit erforderlich) zum Half Way Loch (Ben Nevis-Loop). Hinweis: Die Bergtour zum Ben Nevis ist technisch nicht schwierig. Allerdings können schlechte Wetterverhältnisse durchaus für extreme Bedingungen sorgen.
24 km + 1400 Hm bergauf / 1400 Hm bergab
Höhenprofil - Loop Etappe 7
Alternativ: Rasttag oder Besuch der BikeNevisRange (Bikepark mit XC-Trails, Freeride- und Downhill-Parcours, Lift-Shuttle, Austragungsort des Mountainbike DH World Cups, Infos unter bike.nevisrange.co.uk) 


Sonntag: Achte Etappe auf dem West Highland Way über die Treppe des Teufels zum Kings House - "devil’s staircase"
Fort William (10 m) > Lairigmor-Pass (349 m) > Kinlocheven (15 m) > Kings House > Rannoch Station (300 m) > Loch Rannoch (200 m), Übernachtung in Hotel 
Highlights - auf einer Old Military Road über die Treppe des Teufels zum Kings House, Rannoch Station - ein Bahnhof der West Highland Line von Scotsrail, daneben ein Hotel, ansonsten gibt es hier meilenweit nur Wildnis   
85 km + 1600 Hm bergauf / 1400 Hm bergab
Höhenprofil - Loop Etappe 8 - insgesamt etwa 30 Min. Schieben


Montag: Neunte Etappe die Cairngorms Traverse - "absolut scotland" 
Loch Rannoch (200 m) > Loch Garry > Gaick-Pass (515 m) > Kingussie (230 m), Übernachtung in Hotel 
Highlights - im grünen Glen Duin durch den Cairngorm Mountains National Park zum Wiskky-Trail  
69 km + 800 Hm bergauf / 800 Hm bergab
Höhenprofil - Loop Etappe 9 - keine längeren Schiebepassagen


Dienstag: Zehnte Etappe auf General Wade’s Spuren zurück in die heimliche Hauptstadt der Highlands - "very deep!"
Kingussie (230 m) > Corrieyairack Pass (770 m) > Fort Augustus am Lochness (20 m) > Inverness (0 m), Übernachtung in Hotel wie bei der Anreise 
Highlights - die  Old Military Road und die Aussichten auf Lochness
116 km + 1700 Hm bergauf / 1950 Hm bergab
Höhenprofil - Loop Etappe 10 - keine Schiebepassagen


Mittwoch: Rückreise
Rückreise ab Inverness privat oder mit dem Serac Joe Bus (Ankunft in München am Donnerstag gegen 12.00 Uhr). 

 

Auf dem An Teallach-Crofter-Trail zum Bothy Carnmore (2. Etappe)  

Schottland?
Auch wenn die Fahrleistungen dieser Rundtour in der Wildnis des Hochlandes von Schottland verglichen mit einer Alpenüberquerung im Format der Joe-Route gering erscheinen, ist der Clan Mac Donald Way (Namensgebung von Serac Joe) nichts für Anfänger. Nur mathematisch entspricht eine schottische Meile einer Entfernung von 1,6 Kilometern, ein Fuß einer Höhe von 0,3 Metern in den Alpen. Die Tracks in den Highlands zeigen sich rauer als die Forststraßen, die Trails ruppiger. Der höchste Berg (Ben Nevis) ist gerade mal 1344 Meter hoch, das Wetter legendär schlecht, die Stechfliegenplage weltweit wohl einzigartig und das Preisniveau relativ hoch. Wer die Fakten betrachtet, kommt schwerlich zu dem Schluss, dass Schottland ein lohnendes Ziel sein könnte. Zudem haben viele der Munros (es gibt 284 Munros in Schottland, vergleichbar mit den Viertausendern der Alpen - das sind Berge, die über 3000 Fuß, also 914 Meter hoch sind) auch noch Namen, die nur der Schotte aussprechen kann. Wer damit prahlt, etwa den Corrieyairack Pass bezwungen zu haben, wird dafür weniger Bewunderung ernten als jemand, der von einer Radtour entlang der Isar erzählt.
Warum die Highlands dennoch zu den schönsten Bike-Regionen der Welt gehören, wird nur derjenige erfahren, der sich aufmacht, dieses Land der Kontraste zu entdecken. Wir haben es in der Saison 2014 gewagt, 2016 wiederholt und sind einfach nur begeistert: Von der Liebenswürdigkeit der Schotten, der Weite und Unberührtheit des Hochlandes, von den schier endlosen Trails und Pisten in einsamsten Gegenden, von dem guten Essen ... . “Four seasons in one day” - vier Jahreszeiten an einem Tag sind sprichwörtlich keine Seltenheit, und gerade wenn plötzlich die Sonne nach einem Regenguss wieder durchkommt, sorgt das für spektakuläre Momente.
“Männer in Kilts, Whisky fässerweise („Ein Glas ist fabelhaft, zwei sind zu viel und drei sind zu wenig“), ein Pint Real Ale und dazu Klänge aus dem Dudelsack” - ein Schuft, wer die Existenz des liebenswerten Monsters Nessie bestreitet. “Nie Einsameres durchfahren” - menschenleere Landschaften von melancholischer Schönheit, sattgrüne Täler unter rauen Bergprofilen mit erzählenden Namen. Geformt durch die Naturgewalten und die historischen Einflüsse der Clearances bildet das Hochland eine unermessliche Weite zwischen den Fjords der zerklüfteten Atlantikküste und den Gestaden der Nordsee. “Eilean Donan Castle” - das Bild der Burg, wie sie sich vor der Kulisse der Berge der Isle of Skye im ruhigen Wasser spiegelt, ist zum Inbegriff von Schottland geworden. Es ist das mit Abstand beliebteste Fotomotiv des Landes und Sinnbild des mystischen Schottlands. Schon an sonnigen Tagen fasziniert der Anblick der auf einer Insel am Zusammenfluss der Löcher Long, Duich und Alsh thronenden Burg; doch an Tagen, an denen sich über den Bergen mächtige Wolken zusammengezogen haben, die sich in dramatischen Schattierungen im Wasser widerspiegeln, ist Eilean Donan Castle einfach nur atemberaubend.

Wir fahren 2017 wieder im Juni. Da verspricht die Statistik das beste Wetter, nur eine Handvoll Mücken und keine Touristenscharen. Übernachtet wird in guten Hotels, das Gepäck transportiert der Begleitbus. 

Midges - schottische Vampire
Midges sind kleine, mückenähnliche Biester mit einem großen Durst, denen man in den Hochsommermonaten in Schottland kaum entkommt. Sie attackieren bevorzugt an windstillen, trocken-feuchten Plätzen. Einer leichten Brise können sie aufgrund ihrer geringen Größe nicht standhalten. Und auch zu kalt mögen sie es nicht.
Leider gibt es kaum wirksame Mittel. Elektrische Abwehrmittel taugen nicht und auch chemische Keulen wie Autan, Zedan helfen nur bedingt. Die Schotten schwören auf "Skin-so-Soft" von Avon, eine Feuchtigkeitspflege, die man in allen Wanderläden in Schottland kaufen kann. Die Midges-Saison in Schottland dauert von Ende Juni bis Anfang September, je nach Witterung. Dabei gibt es weniger betroffene Gebiete wie die Central Highlands und "verseuchte" wie der Westen Schottlands.

Lexikon: Was sind Midges
Midges sind Mitglieder der Diptera (Zweiflüglige Fliegen). Die Spannweite der Flügel ist 2mm. Die Highland Midge hat nur 1,4 mm Flügelspannweite. Die Flügel sind gepunktet. Wenn sie beisst oder sich zur Ruhe setzt, sind die Flügel auf dem Rücken übereinander gefaltet.
Angezogen werden die Midges durch den Atem. Sie reagieren auf eine im Atem enthaltene Mischung von komplexen Alkoholen, Octanol und Kohlendioxid. Zum anderen reagieren sie auf Temperaturdifferenzen.
Es gibt auch ein gegenseitiges Signalisiersystem, das immer mehr Midges anlockt, wenn eine was "zum Beißen" gefunden hat.
Es beißt nur das Weibchen mit einem scherenähnlichem Beißwerkzeug, dass sich immer tiefer in die Haut eingräbt. Fängt die Wunde an zu bluten, so formt die Midge die Beißwerkzeuge zu einem Rüssel und pumpt den zum Juckreiz führende Butgerinnungshemmer in die Wunde. Nun kann sie das Blut aufsaugen.
Midges fliegen und beißen von April bis Oktober. Bei der Highland Midge treten die beißenden Weibchen nicht vor Ende Juni auf. Die Beißsaison dauert ca. 12 Wochen.
Midges beißen gern im Temperaturbereich von 6° bis 18° C.
Midges können nur bis zu einer Windgeschwindigkeit von 2,5 m/s (8km/h) kontrolliert fliegen. Danach suchen sie Schutz in der Bodenvegetation.
Midges treten nur bei einer Helligkeit unter 250 W/m² auf. Ist es heller, kommt sie nicht heraus um zu beißen.
Diese geringe Helligkeit wird ganztags bei einer Nimbostratus Wolkendecke oder erst ab 17:00 Uhr von einer Altrostratus Wolkendecke hervorgerufen. Stratocumulus Wolken führen ab ca. 21:00 Uhr zur entsprechenden Dunkelheit und bei leicht oder unbewölktem Himmel ist es für die Midge immer zu hell.
Es sind keine Übertragungen von Krankheiten durch die Midge bekannt, im Gegensatz zu tropischen Mücken. Dennoch jucken die Bisse und es gibt gelegentlich allergische Reaktionen hierauf. Die Bisswunde kann bis zu 4 Wochen sichtbar sein.
Tiere reagieren auf ein gehäuftes Auftreten der Midges durch Flucht in andere kargere Gegenden, die teilweise weniger Nahrung bieten.
Und!
Im schottischen Netz gibt's einen Midges-Lagebericht ähnlich dem Lawinenlagebericht in den Alpen. Bei Stufe 3 sitzen wir längst beim ersten Pint an der Bar eines Inns. Wir hatten bei den bisherigen Touren auf dem Rad kaum Kontakt mit den Biestern. Einzig eine Reifenpanne bei Windstille und Sonne kann äußerst unangenehm werden!