Norwegen - von Oslo nach Trondheim


Am Greiangerfjord (9. Etappe)

 

 


August 2017


Norwegen - von Oslo über den Galdhøpiggen (mit 2469 Metern höchster Berg Skandinaviens) nach Trondheim


13 Tourentage mit insgesamt 1 200 Kilometern und 16 000 Höhenmetern


Die Anreise nach Oslo/Norwegen (Bahnhof, Flughafen) erfolgt privat. Es besteht eine Mitfahrgelegenheit im Serac Joe Bus gegen Fahrtkostenbeteiligung


Mountainbike-Trekking


Begleitfahrzeug mit Gepäcktransport


Übernachtungen im Zelt - jeder hat sein eigenes dabei!


Serac Joe Level 2 bis 3

Kondition          
Fahrtechnik          

 

 

 

Kondition - eine sehr gute Grundausdauer ist erforderlich.
Fahrtechnik - eine sichere Fahrtechnik auf steinigen Pisten ist erforderlich: leicht


Leistungen Organisation, Führung und Betreuung und Begleitfahrzeug mit Gepäcktransport

Die Kosten für die Übernachtungen auf Campingplätzen und Verpflegung - wir kochen selbst, gehen gelegentlich aber auch ins Restaurant - betragen etwa 50.- Euro pro Tag. Die Kosten für die drei Fährfahrten belaufen sich auf insgesamt etwa 20.- Euro. Diese Ausgaben müssen gesondert getragen und vor Ort bezahlt werden.

Gegen eine Fahrtkostenbeteiligung besteht die Möglichkeit der An- und Rückreise von/bis München (weitere Haltepunkte auf der Fahrt durch Deutschland möglich). Bitte geben Sie bei der Buchung an, ob Sie mit dem Serac Joe-Bus mitfahren möchten.


GPS Selbstfahrer können den GPS-Track (gpx-Dateiformat, 13 Tracks) unserer Route durch Norwegen von Oslo nach Trondheim erwerben, Preis 100,00.- Euro. 


Mit diesem eindrucksvollen Foto von Manfred Stramberg wirbt Visit Norway um die Gunst der Mountainbiker. Die schroffe Oberflächenmodellierung und damit verbunden das spärliche Wegenetz erlauben keine Etappentouren im Stile einer Alpenüberquerung. Single Trails wie dargestellt findet man lediglich in Bikeparks oder müssen sich durch anstrengende Schiebe- und Tragepassagen verdient werden. Eine vollständige Offroad-Durchquerung des Königreichs gibt es nicht. Die Reifen rollen in Norwegen hauptsächlich auf Schotterpisten und Teersträßchen. Im Vordergrund der Berg- und Talfahrten steht das Unterwegssein in einer atemberaubenden Landschaft mit blaugrünen Fjorden, Dörfern wie auf einer Postkarte und endlosen Hochflächen aus denen vergletscherte Berge ragen.   

Programm: Von Oslo nach Trondheim

Landkarte - von Oslo nach Trondheim


Samstag: Anreise
privat nach Oslo (Flughafen Gardermoen, per Bus oder Bahn in die Stadt) oder mit dem Serac Joe-Bus (Abfahrt in München bereits am Freitag gegen 17.00 Uhr) über die Storebæltsbroen und über, durch den Öresund von Dänemark nach Schweden und Norwegen, Stadtbesichtigung, Übernachtung im Zelt auf Campingplatz


Sonntag: Erste Etappe zum Lake Sperillen
Oslo-Bogstad (160 m) > Tyrifjorden > Hønefoss > Fossholm (180 m, am Lake Sperillen), Übernachtung im Zelt
Highlights - Oslofjorden, Lake Sperillen
105 km + 1100 Hm bergauf / 1100 Hm bergab (keine Schiebepassagen)


Montag: Zweite Etappe nach Geilo
Fossholm (180 m) > Gnukkedalsskrauken (965 m) > Nesbyen (155 m) > Gol (222 m) > Geilo (780 m), Übernachtung im Zelt auf Campingplatz
Highlights - entlang der Eisenbahnstrecke Oslo-Bergen, die Ansiedlungen von Gol und Geilo mit alten Stabkirchen
135 km + 1700 Hm bergauf / 1500 Hm bergab (keine Schiebepassagen)


Dienstag: Dritte Etappe auf dem Rallarvegen (Bahnarbeiterweg über die Hardangervidda) nach Flåm
Geilo (780 m) > Haugastøl (1000 m) > Finse (1222 m) > Høgste Punkt (1343 m) > Vatnahalsen-Myrdal (820 m) > Flåm (0 m, am Aurlandsfjord) , Übernachtung im Zelt auf Campingplatz
Highlights - die Hardangervidda, größte Hochebene Europas, der Bahnhof Finse am Rallarvegen und das einsetzende Nordlandfieber
105 km + 800 Hm bergauf / 1600 Hm bergab (keine Schiebepassagen)


Mittwoch: Vierte Etappe auf dem Aurlandsvegen (dem Schneeweg/Snøvegen) nach Lærdal
Flåm (0 m) > Høgste Punkt (1309 m) > Lærdal (0 m, der abgelegenste Ort am Sognefjord - längster und tiefster Fjord in Norwegen und der zweitlängste Fjord der Welt). Anschließend weiter mit dem Serac Joe-Bus durch den Fodnestunnel (Bikeverbot) und mit der Fähre über den Sognefjord) > Kaupanger (0 m, am Sognefjord), Übernachtung im Zelt auf Campingplatz
Highlights - der Aurlandsfjord-Aussichtspunkt Stegastein und der 47 Kilomter lange "Snøvegen" mit einem Höhenunterschied von 1300 Metern, der Ort Lærdal - weltentrückt und kaum erreichbar
57 km + 1350 Hm bergauf / 1350 Hm bergab (keine Schiebepassagen)
Alternativ Rasttag mit kurzern Transfer im Serac Joe-Bus von Flåm nach Gudvangen und mit dem Fährboot auf dem Nærøyfjord (UNESCO Weltkulturerbe) nach Kaupanger 


Donnerstag: Fünfte Etappe vom Sognefjord ins Jotunheimen-Gebirge
Kaupanger (0 m) > Sogndal > Solvorn > Ornes (Fährfahrt über den Lustrafjord) > Skjolden (0 m) > Turtagrø > Oscarshaug > Sognesfjellshytta (1410 m) > Fantestein (1433 m) > Leirdalen (920 m) > Leirmoen (600 m, Jotunheimen), Übernachtung im Zelt auf Campingplatz
Highlights - Amlesanden, Kaupanger und Ornes am Sognefjord und das Sognefjell an der Galgebergstraße 
120 km + 2100 Hm bergauf / 1500 Hm bergab (keine Schiebepassagen) 


Freitag:  Sechste Etappe durch den Jotunheimen-Nationalpark nach Spiterstulen 
Leirmoen (600 m) > Leirdalen > Leirvassbu (1400 m, Mountain Lodge) > Kyrkjetønnet   (1500 m) > Spiterstulen (1106 m), Übernachtung im Zelt auf Campingplatz
Highlights - Jotunheimen-Landscape Leirvassbu und das Hüttendorf Spiterstulen, dazwischen nur norwegische Wildnis
39 km + 1000 Hm bergauf / 500 Hm bergab (davon 15 km auf Trekkingpfad mit längeren Schiebeabschnitten) 


Samstag: Siebte Etappe auf den Galdhøpiggen
Spiterstulen (1106 m) > Galdhøpiggen (2469 m, Gletscher-freie Bergwanderung, ca. 4 h) > Spiterstulen > Roysheim (500 m) > Leirmoen (600 m), Übernachtung im Zelt auf Campingplatz
Highlights - auf den Galdhøpiggen (Top of Norway), höchster Berg Skandinaviens
13 km + 1400 Hm bergauf wie bergab per pedes und 24 km + 100 Hm bergauf und 600 Hm bergab per bike 


Sonntag: Achte Etappe nach Geiranger an der Hurtigruten
Leirmoen (600 m) > Lom (400 m) > Djupvatnet (1040 m) > Geiranger (0 m), Übernachtung im Zelt auf Campingplatz
Highlights - die Stabkirche von Lom und Geirangerfjorden, Reiseziel der Hurtigruten (Kreuzfahrtschiffe)
119 km + 700 Hm bergauf / 1400 Hm bergab (keine Schiebepassagen)


Montag: Neunte Etappe auf der Trollleiter abwärts nach Åndalsnes
Geiranger (0 m) > Ørnevegen > Eidsdalen-Pass (630 m) > Eidsdal-Ort am Geirangerfjord (0 m) > Linge (0 m, Überfahrt mit der Fähre) > Valldal > Alnesvatnet (875 m) > Trollstigen (700 m) > Åndalsnes (0 m, am Isfjord), Übernachtung im Zelt auf Campingplatz
Highlights - die Eisdal-Ferry und die Trollstigen nach Åndalsnes am Isfjord - Trolle und das norwegische Joch
83 km + 1600 Hm bergauf / 1600 Hm bergab (keine Schiebepassagen)


Dienstag: Zehnte Etappe um den Juratind
Åndalsnes (0 m) > Vistdal < Eikesdal (0 m, am Mardalfossen – einer der höchsten Wasserfälle Europas), Übernachtung im Zelt auf Campingplatz
Highlights - über den Berg führt kein Weg, am Ufer des Langfjorden zum Mardalfossen schon!
110 km + 700 Hm bergauf / 700 Hm bergab (keine Schiebepassagen)


Mittwoch: Elfte Etappe auf dem Aursjøvegen nach Trollheimen
Eikesdal (0 m) > Aursjøstupet (940 m) > Aursjøhytta (860 m) > Osvatnet > Sunndalsøra (0 m, Trollheimen), Übernachtung im Zelt auf Campingplatz
Highlights - Schotter zum Eikesdalvatnet im Tal der Trolle
69 km + 1200 Hm bergauf / 700 Hm bergab (keine Schiebepassagen)


Donnerstag: Zwölfte Etappe
Sunndalsøra (0 m) > Oppdal > Nerskogen > Skarvatnet (940 m) > Lake Granasjøen (640 m), Übernachtung im Zelt auf Campingplatz
Highlights - Oppdal und Skarvatnet
92 km + 1100 Hm bergauf / 500 Hm bergab (keine Schiebepassagen)


Freitag: Dreizehnte Etappe
Lake Granasjøen (640 m) > Orkla (150 m) > Lake Foss (550 m) > Trondheim (0 m, am gleichnamigen Fjord), Übernachtung im Zelt auf Campingplatz
Highlights - der Lake Foss-Trail und Trondheim am Fjord
115 km + 1000 Hm bergauf / 1600 Hm bergab (keine Schiebepassagen) 


Samstag: Rückreise
privat ab Trondheim (Flughafen) oder mit dem Serac Joe-Bus nach Oslo (Fahrzeit etwa 9 Stunden). Dann weitere Heimreise privat ab Oslo oder mit dem Serac Joe-Bus nach Deutschland (Ankunft in München am Sonntag gegen 19.00 Uhr)
 

Auf dem Rallarvegen (3. Etappe)

Trans Norwegen? 
Die Vielfalt der landschaftlichen Reize macht Norwegen zu einem faszinierenden Reiseland. Das Panorama reicht von den Stränden im Süden über die bekannte Fjordlandschaft mit ihren tief eingeschnittenen Tälern und Gletschern bis zur unendlichen Weite und Einsamkeit nördlich des Polarkreises, dem Land der Mitternachtssonne. Am Nordkap möchte wohl jeder irgendwann einmal stehen. Norwegen - eine Welt unter dem Licht, Heimat der Trolle.

Von Oslo nach Trondheim (Teil 1 der Norwegen-Durchquerung)
Die "große Kraftprobe" (norwegisch "den Store Styrkeprøven") ist der bekannteste Radmarathon in Norwegen, der jährlich zur Sommersonnenwende ausgetragen wird und nach der Strecke "Trondheim-Oslo" genannt wird. Der 540 Kilometer lange Kurs mit einem Höhenunterschied von 3400 Metern folgt weitgehend der E6 über Lillehammer und erreicht am Dovrefjell mit knapp über 1000 Meter Meereshöhe seinen höchsten Punkt. Mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von über 42 km/h benötigen die Besten keine 13 Stunden.
Nicht die Zeit, sondern der Weg ist das Ziel der Serac Joe-Route durch ganz Norwegen. Sie folgt anfangs auf alten, noch heute abenteuerlichen Eisenbahnarbeiterwegen (Rallarvegen) der Bahnstrecke Oslo-Bergen über die Hardangervidda nach Flåm in Fjord-Norwegen. Dramatisch, spektakulär, authentisch und einzigartig? Es ist schwer, die Worte zu finden, die diese Region aus "schmalem Wasser" und "hohem Land" am besten beschreiben - nach National Geographic "The world’s most iconic destination". Vom Meer rauf ins höchste Gebirge Skandinaviens, dem "Heim der Riesen" (Jotunheimen) - eine wilde Landschaft mit schroffen Gipfeln, Gletschern und eiszeitlichen Trogtälern - und auf Trollleitern wieder runter zu den verschlungenen Armen der Nordsee, erschlossen von den Postschiffen der Hurtigruten. Angesteckt vom Nordlandfieber möchte man am liebsten gleich zum Nordkap weiterradeln. 

Für die Trans Norwegen (Teil 1) von Serac Joe benötigt man ein Mountainbike. Trekkingbikes sind nicht geeignet. Wir übernachten in der Regel auf öffentlichen Campingplätzen mit sanitären Anlagen und kochen selbst. Meistens gibt es in unmittelbarer Nähe auch bewirtschaftete Hütten und Gasthöfe, so dass man je nach Wunsch auch mal ein Zimmer nehmen und im Restaurant Essen gehen kann. Die Campingausrüstung (jeder schläft in seinem eigenen Zelt) und den Proviant (wird vor Ort gekauft) transportiert der Serac Joe-Bus, so dass wir nur mit der erforderlichen Wetterschutzausrüstung, Energieriegel und Pannenhilfe im Rucksack auf dem Rad unterwegs sind. Nur wenn es keinen Campingplatz gibt oder das Tagesziel nicht erreicht wird, nehmen wir vom "Jedermannsrecht" (norwegisch: Allemannsretten) Gebrauch und campen wild.

Nützliche Informationen über Radfahren in Norwegen finden Sie bei Radreise-Wiki.