Kroatien Süd - von Starigrad nach Makarska

 Blick vom Heiligen Georg (Sveti Jure) auf die Makarska-Riviera (7. Etappe)

 

 


Oktober 2017


Trans Kroatien Süd (Via Alpe Adria) - von Starigrad Paklenica durch Dalmatien nach Makarska


7 Tourentage mit insgesamt 517 Kilometern und 11 100 Höhenmetern


Die Anreise nach Starigrad Paklenica (Kroatien) erfolgt privat oder gegen eine Fahrtkostenbeteiligung mit dem Serac Joe-Bus ab München-Hohenbrunn oder Salzburg.


Begleitfahrzeug mit Gepäcktransport


Übernachtungen in Hotels


Serac Joe Level 3

Kondition          
Fahrtechnik          

 

 

 

Kondition - eine gute Grundausdauer ist erforderlich. Richtlinie: etwa 400 Hm in der Stunde auch über einen längeren Zeitraum hinweg
Fahrtechnik - eine sichere Fahrtechnik auf steinigen Wegen ist erforderlich: mittel

Leistungen Organisation, Buchung der Unterkünfte, Führung und Betreuung, Begleitfahrzeug mit Gepäcktransport und Rücktransfer von Makarska nach Starigrad.

Die Kosten für die Übernachtungen und Verpflegung (Halbpension etwa 60.- Euro pro Tag) müssen gesondert getragen und vor Ort bezahlt werden. Die Kosten für die zwei Fährschiffpassagen betragen inklusive Fahrrad-Mitnahme etwa 20.- Euro, müssen vor Ort gesondert bezahlt werden.

Gegen eine Fahrtkostenbeteiligung besteht die Möglichkeit der An- und Rückreise ab/bis München-Hohenbrunn oder Salzburg mit dem Serac Joe-Bus inklusive Radtransport. Bitte geben Sie bei der Buchung an, ob Sie mit dem Serac Joe-Bus mitfahren möchten.


GPS Selbstfahrer können den GPS-Track (gpx-Dateiformat) unserer Trans Kroatien Süd erwerben, Preis 29,99.- Euro inklusive dem Buch "Traumziel Alpencross". 


 

Programm: Von Starigrad Paklenica (Kroatien) nach Makarska (Kroatien) - Via Alpe Adria 

Landkarte - Kroatien Süd


Samstag: Anreise
privat oder mit dem Serac Joe-Bus ab München-Hohenbrunn (Abfahrt gegen 8.00 Uhr) über Salzburg nach Starigrad Paklenica (Urlaubsort an der Adria in Kroatien, Treffpunkt gegen 18.00 Uhr), gemeinsames Abendessen mit Tourenbesprechung und Übernachtung in Hotel


Sonntag: Erste Etappe auf den Spuren von Winnetou durch den Nationalpark Paklenica zur Old Bridge von Krupa
Starigrad Paklenica (0 m) > Mali Alan-Pass (1044 m) > Prezid-Pass (766 m) > Krupa-Canyon > Kastel Zegarski (65 m), anschließend Transfer mit dem Serac Joe-Bus oder per Bike (43 km und 500 Hm) nach Knin (230 m), Übernachtung in Hotel
Highlights - die Bergfahrt auf steiniger und einsamer Velebit-Piste zur Tulove Grede-Schau, die alte Steinbrücke im Krupa-Canyon und die Kleinstadt Knin im dalmatischen Hinterland  
72 km + 1800 Hm bergauf / 1750 Hm bergab
Kroatien Süd - Höhenprofil Etappe 1 - etwa 30 Min. Schieben bergauf


Montag: Zweite Etappe über den höchsten Berg Kroatiens - Dinara
Knin (230 m) > Duler-Hochplateau (1400 m, Brezovac-Hütte) > Top of Croatia (1831 m, Berggipfel Sinjal-Dinara) > Glavas (560 m) < Krcic-Canyon > Knin (230 m), Übernachtung in Hotel wie Vortag
Highlights - der kroatische Karst im Grenzgebiet zu Bosnien-Herzegowina und der spektakuläre Krcic-Canyon 
63 km + 1800 Hm bergauf / 1800 Hm bergab
Kroatien Süd - Höhenprofil Etappe 2 - etwa 70 Min. Schieben bergauf und 60 Min. Schieben bergab, Hinweis: Wer nicht schieben möchte, kann das Bike bei der Brezovac-Hütte am Nordkamm deponieren und nach der Gipfelbesteigung auf dem Anfahrtsweg wieder zurückfahren


Dienstag: Dritte Etappe über den Berg Promina zum Krka-Nationalpark
Knin (230 m) > Berg Promina (1135 m) > Krka-Nationalpark > Skradin (5 m, am Ufer des Krka-Fjordes), Übernachtung in Hotel
Highlights - die Berghütte auf dem isolierten Berg Promina und die Insel Visovac (Franziskanerkloster) im Krka-Nationalpark mit zahlreichen Kulissen der Winnetou-Filme  
81 km + 1500 Hm bergauf / 1700 Hm bergab
Kroatien Süd - Höhenprofil Etappe 3 - kurze Schiebestücke im Krka-Nationalpark


Mittwoch: Vierte Etappe entlang Kroatiens Küste nach Split 
Skradin (5 m) > Skradinski buk (Wasserfälle) > Sibenik (0 m) > Primosten > Trogir (0 m), Übernachtung in Hotel
Highlights - die Trails am Berg Kremik mit der Halbinsel Primosten an der Sibenik-Riviera und die Altstadt von Trogir, UNESCO-Weltkulturerbe  
91 km + 1400 Hm bergauf / 1400 Hm bergab
Kroatien Süd - Höhenprofil Etappe 4 - keine Schiebepassagen


Donnerstag: Fünfte Etappe von der Hauptstadt Dalmatiens auf die Insel Brac mit dem Goldenen Horn der Adria
Trogir (0 m) > Split > Supetar auf der Insel Brac > Blaca-Kloster > Bol am wandernden Strand (0 m), Übernachtung in Hotel
Highlight - die Berg- und Talfahrt über das Rückgrat von Brac zum Goldenen Horn  
70 km + 1200 Hm bergauf / 1200 Hm bergab + 1 Bootsfahrt
Kroatien Süd - Höhenprofil Etappe 5 - keine längeren Schiebepassagen 


Freitag: Sechste Etappe über den höchsten Inselberg Dalmatiens - Vidova Gora
Bol (0 m) > Vidova Gora (778 m) > Sumartin (0 m) > Makarska am kroatischen Festland (0 m), Übernachtung in Hotel
Highlight - 30 Schotterkehren vom Horn zum Kopf der Insel Brac  
57 km + 1100 Hm bergauf / 1100 Hm bergab + 1 Bootsfahrt
Kroatien Süd - Höhenprofil Etappe 6 - keine Schiebepassagen


Samstag: Siebte Etappe von der kroatischen Riviera zum Sveti Jure - höchster Gipfel des Biokovo-Massivs 
Makarska (0 m) > Sveti Jure (1768 m, Heiliger Georg) > Makarska (0 m), Übernachtung in Hotel wie am Vortag
Highlight - über 30 Kilometer lange Bergfahrt im Naturpark Biokovo zum Heiligen Georg, der keine sechs Kilometer Luftlinie von der kroatischen Küste entfernt ist   
60 km + 1800 Hm bergauf / 1800 Hm bergab
Kroatien Süd - Höhenprofil Etappe 7 - keine Schiebepassagen


Sonntag: Rückreise
Transfer mit dem Serac Joe-Bus von Makarska nach Starigrad-Paklenica (Ankunft gegen 10.00 UHR), weitere Heimreise privat oder mit dem Serac Joe-Bus nach Salzburg oder München (Ankunft gegen 18.00 UHR). 

Im Blaca-Canyon (5. Etappe)

Dalmatien?
Mit seinem mediterranem Wetter bietet Kroatien schon im Oktober noch angenehme Temperaturen. Die Küste gehört zu den sonnenreichsten Europas. Die Landkarte Kroatiens zeigt aber nicht nur die tiefblaue Adria mit unzähligen Inseln und pulsierenden Küstenstädten wie Split, sondern ebenso mächtige Gebirgsmassive, die von tiefen Schluchten und wilden Flüssen durchzogen sind. In den zerklüfteten Karstgebirgen haben sich zahlreiche Seen, Tropfsteinhöhlen und spektakuläre Kalksteinformationen ausgebildet. Steil, steinig, schroff steigen die Berge Dalmatiens (eine lediglich noch historische Region Kroatiens) vom Meeresniveau jäh in Höhen bis über 1700 Meter.
Die Mountainbike-Reise durch Dalmatien beginnt im kleinen Adria-Urlaubsort Starigrad Paklenica, am Fuße des Velebit-Massiv, wo der erste Teil der Trans Kroatien Tour (Nord) endet.
Am ersten Tourentag passieren wir das Rückgrat des Velebit-Gebirges am Mali Alan-Pass. Die von der Trans Kroatien Tour (Nord) auf weiten Strecken abweichende Bergfahrt führt durch eine beeindruckende Karstlandschaft mit grandiosen Felsgebilden, die vielen Karl May-Filmen als Kulisse diente. Die bleichen Kalkzapfen des Tulove Grede faszinieren jeden. Eine Straßenkurve der aus der k&k-Zeit stammenden Piste verbirgt ein Buch. Es berichtet von Park-Besuchern, die mit Tränen in den Augen vor den Steinhaufen standen, die von den Gräbern N’tschotschis und Intschutschunas geblieben sind. Aus dem Jugoslawienkrieg liegen immer noch Minen im Gelände. Totenkopf-Schilder warnen eindringlich davor, die Wege zu verlassen. Die der Adria abgewandte Rückseite des Velebit zeigt sich mit dichten Wäldern grüner. Braunbär, Wolf und Adler leben hier noch in freier Wildbahn. Über den niedrigen Prezid-Pass geht es schließlich zum Krupa-Canyon. Eine alte Wegbrücke schwingt sich in vielen Bögen über den Wildfluss. Mitten im Karst hat die Zrmanja einen gewaltigen Graben in die Ebene gefressen. Wir übernachten am Fuße der Festung Knin im Hinterland von Sebenik.
Die Worte Stille, Steine, Einsamkeit beschreiben die gut 15 Kilometer lange Bergfahrt im baumlosen Karst bis zur Brezovac-Hütte am Nordkamm der Dinara wohl am besten. Weithin herrscht das Antlitz von Kroatiens höchstem Berg übers Land. Ab einer Höhe von 1500 Metern muss das Rad geschoben, abschnittsweise auch getragen werden. Ein Kreuz markiert die 1831 Meter hohe Gipfelkuppe. Der Blick schweift über den Balkan. Der Downhill-Trail fast 1300 Höhenmeter den Südhang hinab ins Bergdorf Glavas zeigt immer wieder karstige Zähne. Die Sturzgefahr ist bei drei längeren Abschnitten einfach zu groß, so dass man besser schiebt. Den Weg zurück in die Kleinstadt Knin weist der Krcic-Wildfluss. Eine Schotterpiste folgt seinem Lauf durch einen sehenswerten Canyon.
Zwischen der Dinara und der dalmatinischen Küstenkette erhebt sich ein isolierter Berg mit famoser Aussicht bis zur Adria. Eine Straße mit Naturbelag ermöglicht eine lupenreine Gipfelfahrt. Die Promina-Berghütte sorgt für das leibliche Wohl. Zur Küste hin endet die einfache Abfahrt auf Schotter im Städtchen Drnis. Nach einem abwechslungsreichen Zick-Zack-Parcours durch den Krka-Nationalpark mit eindrücklichen Ansichten des Canyons mit der malerischen Klosterinsel Visovac endet der dritte Tourentag im Urlaubsort Skradin am Ufer des Krka-Fjordes.
In einem tiefen Graben des Karstes, eingebettet von dichtem Grün fällt der Krka-Wildfluss 17 Stufen hinab. Von dem schon legendären Winnetou-Drehort Skradinski buk führt unsere Fahrt an die Sebenik-Riviera. Mehr als 200 Inseln und Riffe malen ein Labyrinth aus Wasser und Land. Entlang der Küste rollen die Reifen auf verkehrsarmen Straßen und Feldwegen an der Inselstadt Primosten vorbei und über die Halbinsel Kremik mit bezaubernden Blicken auf die Küstenregion in den alten Handelsort Trogir. Der historische Stadtkern, seit 1997 UNESCO Weltkulturerbe, liegt auf einer Insel. Die Verbindung zum Festland erfolgt durch eine Steinbrücke. Auf der anderen Seite der Altstadt ist Trogir durch eine Klappbrücke mit der Insel Čiovo verbunden.
Anderntags fahren wir von der nahen Hafenstadt Split mit dem Fährschiff zum Hafen Supetar, an der Nordküste des Eilandes Brac. Auf der drittgrößten Insel markiert der Berg Vidova Gora mit 778 Metern den höchsten Punkt in der Adria. Unsere Fahrwege weisen einen eindeutig mediterranen Charakter auf - oft rauer Belag auf den Straßen und grobes Geröll auf den alten Wegen. Nach der Traverse des Inselrückgrates übernachten wir im bekanntem Urlaubsort Bol an der Südküste. Zlatni rat - das Goldene Horn - der Strand in Form einer Sichel, deren Spitze je nach Strömung mal nach Westen, Süden oder Osten zeigt, gilt als einer der beliebtesten Kroatiens. Am sechsten Tourentag folgen wir einer serpentinenreichen Inselstraße mit Naturbelag über den Gipfel des Vidova Gora-Berges hinweg zum Hafen Sumartin und setzen mit dem Fährschiff nach Makarska über, einem schönen Urlaubsort unmittelbar am Aufschwung des Biokovo-Massivs.
Die Dalmatien-Tour endet an der kleinen Kapelle des Heiligen Georg, kroatisch Sveti Jure, Luftlinie keine sechs Kilometer von der Markarska-Riviera entfernt, 1768 Meter hoch im Dalmatinischen Himmel. Dort entstand auch das grandiose Foto zu Beginn der Tourenbeschreibung.

Am Berg Kremik über der Halbinsel Primosten (4. Etappe)