Kroatien Nord - von Piran nach Starigrad

 Auf der Mali Alan-Bergstraße (6. Etappe)

 

 


Sa 03. Juni bis Sa 10. Juni 2017


Trans Kroatien Nord (Via Alpe Adria) - von Piran nach Starigrad Paklenica


6 Tourentage mit insgesamt 449 Kilometern und 10 000 Höhenmetern


Die Anreise nach Piran (Slowenien) erfolgt privat oder gegen eine Fahrtkostenbeteiligung mit dem Serac Joe-Bus ab München-Hohenbrunn oder Salzburg.


Begleitfahrzeug mit Gepäcktransport


Übernachtungen in Hotels


Serac Joe Level 3

Kondition          
Fahrtechnik          

 

 

 

Kondition - eine gute Grundausdauer ist erforderlich. Richtlinie: etwa 350 Hm in der Stunde auch über einen längeren Zeitraum hinweg
Fahrtechnik - eine sichere Fahrtechnik auf steinigen Wegen ist erforderlich: mittel


Leistungen und Preise Organisation, Buchung der Unterkünfte, Führung und Betreuung, Begleitfahrzeug mit Gepäcktransport und Rücktransfer von Starigrad nach Piran.
599.- Euro

Die Kosten für die Übernachtungen und Verpflegung (Halbpension etwa 60.- Euro pro Tag) müssen gesondert getragen und vor Ort bezahlt werden. Die Kosten für die fünf Fährschiffpassagen betragen inklusive Fahrrad-Mitnahme etwa 35.- Euro, müssen vor Ort gesondert bezahlt werden. 

Die Gesamtkosten der Trans Kroatien Nord mit 7 Übernachtungen, 6 Tourentage, Begleitfahrzeug und Gepäcktransport, Rücktransfer zum Ausgangspunkt und inklusive der fünf Fährschifffahrten betragen etwa 1100.- Euro.

Gegen eine Fahrtkostenbeteiligung in Höhe von 75.- Euro besteht die Möglichkeit der An- und Rückreise ab/bis München-Hohenbrunn oder Salzburg mit dem Serac Joe-Bus inklusive Radtransport. Bitte geben Sie bei der Buchung an, ob Sie mit dem Serac Joe-Bus mitfahren möchten.


GPS Selbstfahrer können den GPS-Track (gpx-Dateiformat) unserer Trans Kroatien Nord erwerben, Preis 29,99.- Euro inklusive dem Buch "Traumziel Alpencross". 


 

Programm: Von Piran (Slowenien) nach Starigrad Paklenica (Kroatien) - Via Alpe Adria 

Landkarte - Kroatien Nord


Samstag: Anreise
privat oder mit dem Serac Joe-Bus ab München-Hohenbrunn (Abfahrt gegen 10.00 Uhr) über Salzburg nach Piran (Stadt an der Adria in Slowenien, Treffpunkt gegen 18.00 Uhr), gemeinsames Abendessen mit Tourenbesprechung und Übernachtung in Hotel.


Sonntag: Erste Etappe auf einer ehemaligen Eisenbahntrasse durch Istrien: Parenzana - alles in Schotter 
Piran (0 m, Slowenische Riviera) > Motovun (277 m) > Buzet (83 m, Istrien), Übernachtung in Hotel
Highlights - die Tunnels, Brücken und Viadukte der Parenzana mit herrlichen Blicken aufs Meer, Motovun und Buzet - historische Städtchen auf isolierten Hügeln  
91 km + 1650 Hm bergauf / 1550 Hm bergab
Höhenprofil - Kroatien Nord Etappe 1 - keine Schiebepassagen


Montag: Zweite Etappe über den höchsten Berg Istriens
Buzet (83 m) > Poklonpass (922 m) > Vojak (1401 m) > Plomin (150 m), Übernachtung in Hotel
Highlights - die Partisanenwege zum höchsten Berg des Ucka-Gebirgszuges mit einem einmaligen Rundblick auf Istrien, die Kvarner Bucht und die Inselwelt Kroatiens 
67 km + 1900 Hm bergauf / 1850 Hm bergab
Höhenprofil - Kroatien Nord Etappe 2 - etwa 20 Min. Schieben bergab, die Schiebepassage kann auch einfach umfahren werden


Dienstag: Dritte Etappe mit Bike (Inseln Cres, Krk und Rab) und Boot durch die Kvarner Bucht
Plomin (150 m) > Brestova ( 0 m, Istrien) > Porozina (0 m, Cres) > Beli (150 m) > Merag (0 m, Cres) > Valbiska (0 m, Krk) > Lopar (0 m, Rab) > Banjol (20 m, auf der Insel Rab), Übernachtung in Hotel
Highlights - die vergessenen Maultierwege im mystischen Tramontana der Insel Cres mit dem kleinen Ort Beli, der Naturhafen Merag, die Pizza auf Krk und die Fährschifffahrt zur Insel Rab, der kleinste und grünster Fleck in der Kvarner Bucht  
55 km + 1300 Hm bergauf / 1500 Hm bergab + 3 Bootsfahrten
Höhenprofil - Kroatien Nord Etappe 3 - etwa 30 Min. Schieben bergauf, die Schiebepassage kann auch einfach umfahren werden


Mittwoch: Vierte Etappe durch den Nacionalni park Sjeverni Velebit - sein Relief grausam und rau! 
Banjol (20 m) > Misniak (0 m, Rab) > Stinica (0 m, kroatisches Festland) > Pass Alan (1414 m) > Satorina (1624 m) > Karlobag (0 m, Adria), Übernachtung in Hotel
Highlights - die Brotzeit auf der Veliki Alan Hütte, die einzigartigen Karstformationen zwischen Wäldern und Wiesen im nördlichen Velebit und der Adria-Badeort Karlobag  
80 km + 1900 Hm bergauf / 1900 Hm bergab + 1 Bootsfahrt
Höhenprofil - Kroatien Nord Etappe 4 - etwa 30 Min. Schieben bergauf und 30 Min. Schieben bergab


Donnerstag: Fünfte Etappe über den Mond zum Novigrader Meer 
Karlobag (0 m) > Prizna (0 m) > Ziglien (0 m, Pag) > Posedarje (0 m, am Novigrader Meer), Übernachtung in Hotel
Highlights - die steinigen Pisten durch die in Sepiatönen getünchte, karge Landschaft der Insel Pag, der Don Quijote-Trail und das Bad im Novigrader Meer
92 km + 1300 Hm bergauf / 1300 Hm bergab + 1 Bootsfahrt
Höhenprofil - Kroatien Nord Etappe 5 - keine Schiebepassagen 


Freitag: Sechste Etappe auf den Spuren von Winnetou durch den Nationalpark Paklenica
Posedarje (0 m) > Tulove Grede (1020 m) > Vlaski Grad (1300 m) > Ivancev-Dom-Hütte (560 m, in der Großen Schlucht) > Starigrad Paklenica (0 m, Adria), Übernachtung in Hotel
Highlights - die Mali Alan-Bergstraße zu den karstigen Zähnen der Winnetou-Drehorte und der Große Schlucht-Trail Velika Paklenica mit der Ivancev-Dom-Hütte   
64 km + 1950 Hm bergauf / 1950 Hm bergab
Höhenprofil - Kroatien Nord Etappe 6 - etwa 70 Min. Schieben bergauf und 60 Min. Schieben bergab, einfache Umfahrung möglich


Samstag: Rückreise
Transfer mit dem Serac Joe-Bus von Starigrad-Paklenica nach Piran (Ankunft gegen 13.00 UHR), weitere Heimreise privat oder mit dem Serac Joe-Bus nach Salzburg oder München.


Unterwegs zum Don Quijote-Trail auf der Insel Pag (5. Etappe)
Kroatien?
Grenzübertritt. Der Weg von Piran in Slowenien nach Kroatien hinein ist so holprig, wie der des Landes in die Europäische Union gewesen ist. Bergauf geht es jetzt. Man kann runter schauen auf die Adria. Es ist einsam hier, nur die Kilometersteine begleiten einen, die Trasse hat noch fast Feldwegqualität. Oben angekommen, ändert sich das. Dann ist die alte Bahnlinie Parenzana ein Trampelpfad im hohen Gras ...
Kroatien ((kroatisch Hrvatska, Autokennzeichen HR, seit 2013 Mitglied in der EU, die kroatische Währung bleibt die Kuna, es wird aber überall auch der Euro angenommen) erstreckt sich im Nordwesten von den östlichen Ausläufern der Alpen bis an die Donau im Osten. Im Süden wird der Balkanstaat Kroatien von der Adria begrenzt. In den Gebirgsregionen können sogar noch mit etwas Glück Raubtiere wie Braunbären, Luchse oder Wölfe gesichtet werden. Auf den höchsten Berggipfeln liegt im Winter Schnee und an den Küstenlinien dominiert ein mediterranes Klima mit vielen Sonnentagen.
... die ehemalige Trasse der Parenzana führt uns über gemauerte Viadukte hinweg und durch finstere Tunnels hindurch ins Herz der Halbinsel Istrien. Alles in Schotter - wir werden gerüttelt und geschüttelt. An einem Hang klebt das Künstlerdorf Groznjan. Auf einem Hügel haben sie das Städtchen Motovun gebaut. Es ist wie im Piemont. Es gibt Wein und Trüffel.
Anderntags folgen wir alten Partisanenwegen in die Ucka. Unsere Route traversiert das größte Gebirge Istiens auf seiner ganzen Länge. Den höchsten Punkt markiert ein Turm auf dem Gipfel des Vojak (1401 m). Bei günstiger Witterung bietet sich ein toller Rundblick über die Kvarner-Bucht mit den Inseln Cres, Krk und Rab, zum Velebit-Massiv und an den Julischen Alpen vorbei bis hin zu den Dolomiten. Der zweite Tourentag endet am fjordähnlichen Meeresarm von Plomin-Fianona.
Die Trans Croatia meidet den verkehrsreichen Küstenstreifen der Kvarner-Bucht mit den Städten Opatija und Rijeka. Per Bike an Land und Fährschiff im Wasser geht es in der Ideallinie nach Jablanac am Fuße des nördlichen Velebit-Gebirges. Es wird ein langer Tag. Wir lernen das mystische Bergland der Insel Cres kennen. Essen eine Pizza auf der Insel Krk. Kurbeln auf Steinbruch-Trails und Windschatten-Radwegen über das zerklüftete Inselarchipel Rab, ehe unsere Reifen nach vier Bootsfahrten wieder über kroatischen Festland walken. Nur die Bura - ein kalter, böiger Fallwind - kann uns einen Strich durch die Zeitrechnung machen. Der Philosoph Karl Marx entwarf über die den Karst Kroatiens herabstürzenden Windstöße folgendes Bild: >> Die Bora, der große Störenfried dieses Meeres, erhebt sich stets ohne das kleinste Warnungszeichen; mit der Gewalt eines Tornados überfällt sie die Seeleute und gestattet nur dem Kühnsten, auf Deck zu bleiben. Der Dalmatiner aber ist von Kindheit an gewöhnt, ihr zu trotzen, er wird hart unter ihrem Atem und verachtet die armseligen Winde anderer Meere.<<
Der Velebit ist ein 145 Kilometer langer Gebirgszug an der Küstenregion Kroatiens. Es gibt zwei Nationalparks. Die steinige Trasse der Pass Alan-Bergstraße bildet die Pforte zum weniger bekannten Nationalpark Nördlicher Velebit. Der Premužić Wanderpfad erschließt diese einzigartigen, weißen Karstformationen zwischen Wäldern und Wiesen. Den vierten Tourentag sarten wir mit einer Bergfahrt auf diesen Wegen von über 1600 Höhenmeter am Stück zum Gipfel Satorina (1624 m). Ganz ohne Schieben geht das nicht. Der Kurs ist wie die Natur hier rau und bisweilen gar grausam. Doch kann ein Großteil im Sattel des Gefährts bewältigt werden. Danach erwartet uns eine eben so lange Abfahrt durch den südlichen Teil des Nationalparks. Schließlich belohnen ein warmes Bad in der Adria und ein kühles Karlovacko (kroatisches Bier) nicht nur die Bezwinger des höchsten Berges im Mittleren Velebit.
Nochmals müssen wir aufs Meer hinaus! Mountainbiker gewinnen in der karstigen Wildnis auf den Höhen des Velebit gen Süden kaum Land. Die vielbefahrene kroatische Küstenstraße ist nicht das ideale Terrain von Stollenreifen. Diese fühlen sich auf der Insel Pag wohler. Die Steinige wirkt bei der Überfahrt mit dem Fährschiff wie eine menschenleere Mondlandschaft - nirgends grün, kein Schatten, nur Sonne und das blaue Wasser. Nach 50 Kilometern auf diesem von der Klubszene und Feierbiestern geliebte Eiland rollen unsere staubigen Reifen über die Pager Brücke zurück auf das Festland. Ziel ist das Novigrader Meer - ein Binnenmeer, das durch den Velebit-Kanal mit der Adria verbunden ist.
Gleich zu Beginn des letzten Tourentages passieren wir diese Meerenge auf der 60 Meter hohen und 300 Meter langen Maslenica-Stahlbogenbrücke. Vor unseren Augen scheinen die weißen Abhänge des südliche Velebit-Massivs ins Meer zu stürzen. Den Horizont grenzt die an eine Krone erinnernde Felsformation Tulove Grede, wo vor fünf Jahrzehnten der Film Winnetou gedreht wurde. Das kurvenreiche Schotterband der Mali Alan-Bergstraße führt uns dort hinauf. Kroatische Jeepwege leiten uns weiter zu den wilden Pferden auf dem Libinje-Plateau. Der folgende Abschnitt über den Vlaski Grad bis zur Ivancev-Dom-Hütte im Paklenica-Nationalpark wäre mit den Pferden der Apachen gut zu machen gewesen. Bergradlern bleibt allerdings meist nichts anderes übrig, als ihren Stollengaul zu schieben. Nach dem Feigenschnaps mit Hüttenwirt Franjo Paric gestärkt für die Abfahrt und in Gedanken bei Old Shatterhand geht es auf einem steinigen Karrenweg durch die Schlucht Velika Paklenica. Die Große Schlucht ist 14 Kilometer lang, an der engsten Stelle nur 50 Meter breit, links und rechts erheben sich mächtige Felswände 300 Meter himmelwärts. Die Trans Kroatien-Nord endet im kleinen Adria-Urlaubsort Starigrad Paklenica.

Auf dem Weg zur Satorina im nördlichen Velebit (4. Etappe)