Trans Abruzzen

 Im Urwald unter dem Gipfelkreuz der Schiena d'Asino  (2. Etappe)

 

 


Oktober 2017


Trans Abruzzen - von Sulmona über den Gran Sasso zum Lago Fiastra


7 Tourentage mit insgesamt 483 Kilometern und 12 800 Höhenmetern


Die Anreise nach Sulmona (Italien) erfolgt privat oder gegen eine Fahrtkostenbeteiligung mit dem Serac Joe-Bus ab München-Hohenbrunn oder Innsbruck.


Begleitfahrzeug mit Gepäcktransport


Übernachtungen in Hotels, einmal in einem einfachen Gasthof (Ranch) und einmal auf einer Burg.


Serac Joe Level 3

Kondition          
Fahrtechnik          

 

 

 

Kondition - eine gute Grundausdauer ist erforderlich. Richtlinie: etwa 350 Hm in der Stunde auch über einen längeren Zeitraum hinweg
Fahrtechnik - eine sichere Fahrtechnik auf steinigen Wegen ist erforderlich: mittel


Leistungen Organisation, Buchung der Unterkünfte, Führung, Betreuung und Begleitfahrzeug mit Gepäcktransport.

Die Kosten für die Übernachtungen und Verpflegung (Halbpension etwa 65.- Euro pro Tag) müssen gesondert getragen und vor Ort bezahlt werden. 

Gegen eine Fahrtkostenbeteiligung besteht die Möglichkeit der An- und Rückreise ab/bis München-Hohenbrunn oder Innsbruck mit dem Serac Joe-Bus inklusive Radtransport. Bitte geben Sie bei der Buchung an, ob Sie mit dem Serac Joe-Bus mitfahren möchten.


GPS Selbstfahrer können den GPS-Track (gpx-Dateiformat) unserer Trans Abruzzen erwerben, Preis 55,00.- Euro inklusive Unterkunftsliste. 


 

Programm: Von Sulmona (östlich von Rom) durch das steinerne Herz Italiens zum Lago Fiastra (südwestlich von Ancona)

Landkarte - Trans Abruzzen


Samstag: Anreise
privat (Flug nach Rom und mit dem Zug weiter nach Sulmona) oder mit dem Serac Joe-Bus ab München-Hohenbrunn (Abfahrt gegen 7.00 Uhr) über Innsbruck, Ancona und Pescara nach Sulmona, einem Städtchen aus dem Mittelalter eingebettet zwischen den Bergen der Maiella und Marisca, italienweit bekannt für seine süßen Confetti (Ankunft gegen 18.00 Uhr), gemeinsames Abendessen mit Tourenbesprechung und Übernachtung in Hotel (Italien)


Sonntag: Erste Etappe von den plündernden Bären zu den brüllenden Hirschen in grünem Andenland 
Sulmona (403 m) > Toppe Vurgo (1760 m) > Lago Pantaniello (1820 m) > Sattel Ospeduco (2000 m) > Civitella Alfedena (1100 m) am Lago di Barrea, Übernachtung in Hotel (Italien)
Highlights - lange Bergfahrt auf Schotter zur Madonna del Carmine im einsamen Naturpark Monte Genzana Alto Gizio und der Barrea-Trail-Downhill  
63 km + 2200 Hm bergauf / 1500 Hm bergab, kürzere Variante mit 1600 Hm bergauf möglich
Trans Abruzzen - Höhenprofil Etappe 1 - etwa 15 Min. Schieben bergab 


Montag: Zweite Etappe auf Schleichwegen über zwei schweigende Berge
Civitella Alefedena (403 m) > Santuario Monte Tranquillo (1673 m) > Valle di Rio (840 m) > Schiena d’Asino (1760 m) > Celano (740 m), Übernachtung in Hotel (Italien)
Highlights - der abenteuerliche Pfad-Downhill von der Rocca-Schneide nach Villavallelonga, der im 19. Jahrhundert ausgetrockneten, 300 Quadratkilometer großen Fucino-See und das Hotel Le Gole 
89 km + 1700 Hm bergauf / 2050 Hm bergab, kürzere Variante mit 1000 Hm bergauf möglich
Trans Abruzzen - Höhenprofil Etappe 2 - etwa 40 Min. Schieben bergauf und 15 Min. Schieben bergab


Dienstag: Dritte Etappe ins Land der Burgen
Celano (740 m) > Bocchetta di Prato di Popolo (1607 m) > Terranera (1286 m) > Fiume Aterno (600 m) > Forchetta San Leonardo (1031 m) > Rocca Calascio (1416 m), Übernachtung in einer Burg (Italien)
Highlights - kehrenreiche Schotter-Auffahrt durch die wilde Celano-Schlucht unter dem Hauptgipfel Monte Sirente, Castelvecchio im Nationalpark Monti della Laga und die Burg Rocca Calascio am Südrand des Campo Imperatore  
81 km + 2000 Hm bergauf / 1300 Hm bergab
Trans Abruzzen - Höhenprofil Etappe 3 - keine Schiebepassagen


Mittwoch: Vierte Etappe zum Gran Sasso, das steinerne Herz Italiens
Rocca Calascio (1416 m) > Costa Tre Colli > Campo Imperatore (1567 m) > la Portella (2260 m) > Valmaone > Pietracamela (1005 m), Übernachtung in Hotel (Italien)
Highlights - die Hirtenwegen über die windgepeitschte Hochsteppe des Campo Imperatore, der grandiose Hochgebirgstrail durch das bezaubernde Valmaone nach Pietracamela
41 km + 1300 Hm bergauf / 1700 Hm bergab
Trans Abruzzen - Höhenprofil Etappe 4 - sehr lange Single Track-Abschnitte mit immer wieder kürzeren Schiebestücken


Donnerstag: Fünfte Etappe über dem Lago di Campotosto 
Pietracamela (1005 m) > Macchia Vomano (495 m) > Colle dei Prati (1713 m) > Lago Campotosto (1420 m) > Amatrice (955 m), Übernachtung in Hotel (Italien)
Highlights - die Bergfahrt durch die Senarica-Furche mit grandiosem Gran Sasso-Panorama, der abenteuerliche Sentiero Italia und die Spaghetti Amatriciana (weiß und rot)
65 km + 1500 Hm bergauf / 1500 Hm bergab
Trans Abruzzen - Höhenprofil Etappe 5 - keine längeren Schiebepassagen


Freitag: Sechste Etappe zum Maulwurfshügel auf dem Wannenboden des Piano Grande
Amatrice (955 m) > Via Salaria im Tal des Fiume Vellino (730 m) > Monte Utero (1635 m) mit den Laghi Pantani > Forca Canapine (1541 m) > Castelluccio (1453 m) > Montemonaco (988 m), Übernachtung in Hotel (Italien)
Highlights - der Alimentari von Terracino, der Offroad-Parcours an der Wannenkante des Piano Grande mit dem Maulwurfshügel Castelluccio im Nationalpark Monte Sibillini und der Monte Vettore-Trailparcours   
77 km + 2000 Hm bergauf / 1950 Hm bergab, kürzere Variante möglich
Trans Abruzzen - Höhenprofil Etappe 6 - etwa 20 Min. Schieben bergauf, einfache Umfahrung möglich


Samstag: Siebte Etappe zum Lago Fiastra 
Montemonaco (988 m) > Valle Tenna (835 m) > Passo di Cattivo (1869 m) > Val di Ussita (744 m) > Monte la Banditella (1580 m) > Lago Fiastra (648 m), Übernachtung in einfachem Hotel (Italien)
Highlights - der Valle Tenna-Schlund und die Bergfahrt durch das Valle Lunga zum Cattivo-Pass im Nationalpark Monte Sibillini und die endlosen Kiesschleifen bergauf wie bergab zum Lago Fiastra
66 km + 2100 Hm bergauf / 2550 Hm bergab
Trans Abruzzen - Höhenprofil Etappe 7 - etwa 15 Min. Schieben bergauf


Sonntag: Rückreise
privat oder mit dem Serac Joe-Bus ab Fiastra über Ancona und den Brenner, Ankunft in München gegen 17.00 Uhr. 

Maiella, Monti della Laga, Campo Imperatore, Gran Sasso und Monti Sibillini lassen das Herz von jedem Alpencrosser höher schlagen (3. Etappe)

Abruzzen?
Die „Ragni“ (Spinnen) von Lecco am Comer See und die „Scoiattoli“ (Eichhörnchen) von Cortina in den Dolomiten sind als hervorragende Kletterer auch jenseits der Grenzen von Italien ein Begriff. Nur wenige wissen jedoch, dass die erste Vereinigung dieser Art in den Abruzzen gegründet wurde: die „Aquilotti“ (Jungen Adler) von Pietracamela am Nordfuss des Gran Sasso. 600 Kilometer südlich der Alpen, mitten im italienischen Stiefel, auf der Höhe von Rom, schwingt sich ein mächtiges Kalkgebirge zu alpinen Höhen bis an die 3000 Meter auf. Die Abruzzen sind kein isoliertes Bergmassiv, sondern Teil des Apennins, der als eines der großen europäischen Gebirgssysteme den ganzen Stiefel von den Seealpen bis nach Sizilien durchzieht.
Fast immer alleine in einer Märchenlandschaft, ganz oben am Horizont das Meer und ein Cappuccino in einem der befestigten Bergdörfer – schmale Teersträßchen, steinige Pisten und erdige Trails in einer monumentalen Bergwelt der Extremen mit klangvollen Namen, teils bekannt aus den Speisekarten hiesiger Pizzerias: Valle Pugliese, der Lago di Pilato - Pontius Pilatus soll in diesem See ertränkt worden sein -  am Pizzo del Diavolo, Campo Imperatore, Gras und Felsen, Wind und Weite, Wahrzeichen wie die „Fontana delle 99 cannelle“ von L’Aquila – das Wasser sprudelt aus 93 steinernen Masken. Nicht 99, wie der Volksmund sagt. Sie symbolisieren die Castelli, aus denen einst die Bergstadt gegründet wurde. Mittendrin der Große Stein, der Gran Sasso d’Italia, das Gefängnis des italienischen Diktators Mussolini mit dem Wunder seiner Rettung.
Fast jede Bergflanke der Abruzzen und Monti Sibillini durchzieht ein Trail. Doch nur wenige haben bisher Stollenreifen gesehen. Aquilotti! Die Biker von Serac Joe kommen!
Die Trans-Abruzzen-Tour vereinigt beinahe alle Höhepunkte der alten Abruzzen Nord und -Süd - Route zu einer großen Traverse mit stilvollen Unterkünften und hervorragender Küche. Einsame Tourentage mit Alpencross-Format und Erlebnisse nicht vermuteter Stärke garantieren wir! Alle waren begeistert von der einsamen Bergwelt mit in Italien nicht erwarteten Landschaften wie dem Campo Imperatore oder dem Piano Grande zu Füssen des auf einem riesigen Maulwurfhügel befestigten Bergdorfes Castelluccio, von den Bilderbuch-Trails und dem reichhaltigen, schmackhaften Essen. Überrascht von den langen Bergfahrten auf endlosen, manchmal beinharten Schotterpisten, von der bisweilen sehr schwierigen Orientierung wegen falscher Landkarten und den wie in Pastell gemalt wirkenden Weitblicken auf Berge und Täler der Adler. Ungläubig starrten wir auf die Bilder in den Speiseräumen der Hotels. Meterhoher Pulverschnee und eisgezackte Grate im Winter, bunte Blumenwiesen nicht gesehener Größe umgeben von grünen Bergflanken im Juni und wie erlebt pastellfarbenes Bergland mit unglaublichen Fernsichten unter glasblauem Himmel im Oktober.  

Castelluccio auf einem Maulwurfshügel über dem Piano Grande (6. Etappe)
Highlights
die Stadt Sulmona, die Toppo Vurgo-Bergstraße und die einsamen Schluchtpisten und -trails über den Ospeduco-Sattel im Land der Bären und Hirsche, unsere Unterkunft Antico Borgo la Torre über dem Lago di Barrea, die vogelwilde Passage über das Valico Schiena d’Asino ins Vallelongo, die lockere Fahrt über den ausgetrockneten Fucino-See, das Hotel le Gole, die Prato di Popolo-Bergstraße, die Bar in Castelvecchio, Schlafen und Essen auf der Rocca Calascio, die Campo Imperatore-Schau - großes Kino unter dem Gran Sasso, der Portella-Trail vom höchsten Punkt - 2260 Meter -  der Trans Abruzzen durch die Märchenlandschaft des Valmaone am Abhang des Großen Steins, die Halbpension in der Antica Locanda in Pietracamela, das Panorama am Lago Campotosto und die Pasta in Amatrice, die Umrundung des Piano Grande mit cappuccino-Pause auf dem riesigen Maulwurfhügel Castelluccio, die alten Hirtenwege um den Monte Vettore nach Montemonaco, die Valli Tenna/Lunga - Schluchtpassage, die Cattivo-Bergstraße und der Abschlussabend am Lago Fiastra