Tourenanforderungen - Levels

Auf dem Lou Viol d'es Fiour (Alta Valle Maira)

Serac Joe führt Mountainbiketouren durch. Im Vordergrund steht das Erlebnis von Mensch und Natur. Wir sind keine Freerider und auch keine Artisten. Wir können über keine Baumstämme springen und beherrschen auch nicht das Umsetzen des Hinterrads in Spitzkehren am Abgrund.


Die Serac Joe - Mountainbiketouren sind in 5 Leistungsstufen (Level 1 bis 5) unterteilt:

o
 leicht - Level 1
Mountainbiketouren für Einsteiger mit solider Grundausdauer und Genuß-Biker geeignet. Ein fahrtechnisches Können ist nicht erforderlich. Forst- und Radwege. Es können kurze Abschnitte auf einfachen, glatten Single Trails vorkommen, keine Schiebepassagen

o o mittel - Level 2
Mountainbiketouren, auch für sportliche Einsteiger mit guter Grundausdauer geeignet. Ein fahrtechnisches Können ist von Vorteil. In der Regel: keine Tragepassagen, Schiebestücke nicht länger als 1 Stunde

o o o schwer - Level 3
Mountainbiketouren, die eine gute Kondition erfordern. Flachländer sollten ihre Grundausdauer überprüfen, ob sie für die zu erwartenden Fahrleistungen ausreicht. Eine sichere Fahrtechnik ist erforderlich. Der Gesamtcharakter ist alpiner und damit korrespondierend auch das Streckenprofil rauer. In der Regel: keine Tragepassagen, Schiebestücke nicht länger als 2 Stunden

o o o o sehr schwer - Level 4
Mountainbiketouren, die eine sehr gute Kondition und eine sehr sichere Fahrtechnik voraussetzen, mit hochalpinen Geländeabschnitten, mit zum Teil anstrengenden Schiebe- und Tragepassagen und Höhenlagen bis über 3000 Meter

o o o o o extrem - Level 5 (solo per esperti)
Mountainbiketouren, die neben einer sehr guten Kondition, alpine Erfahrung, ein sicheres Beherrschen des Mountainbikes in jedem Gelände, Einsatzwille und Teamgeist voraussetzen. Neukunden sollten sich vor der Buchung bei Serac Joe informieren.
Wenn Sie Zweifel haben, hinterfragen Sie ihren Erwartungshorizont: Genuß oder Herausforderung? Kann und will ich auch mal die Zähne zusammenbeißen? Rufen Sie uns einfach an - Hotline: 08641 / 36 36 - wir helfen Ihnen gerne weiter. Bitte keine Emails, da eine seriöse Beratung nur im Gespräch erfolgen kann.

Diese Einteilung bezieht sich auf den Gesamtcharakter der Tour und die Originalroute bei normalen Verhältnissen. Dafür werden in erster Linie die Art des Geländes (Voralpen, Alpin, Hochalpin, Infrastruktur), die Anforderungen in puncto Kondition und Fahrtechnik und Schiebepassagen als Entscheidungskriterien herangezogen.
Bei den meisten Touren gibt es alternative Streckenführungen, die den Schwierigkeitsgrad erheblich verringern. Unsere speziell geschulten Guides sorgen mit einer abgestimmten Tourentaktik dafür, dass auch Teilnehmer, die noch nicht in den Alpen mit langen Anstiegen unterwegs waren - eine entsprechende Grundausdauer und Einstellung vorausgesetzt - schwere bis sehr schwere Touren meistern. Jeder, der im Kopf bereit ist, die Herausforderung einer seinem persönlichem Erwartungshorizont entsprechenden Tour anzunehmen, wird es packen. Er wird immer wieder an Erlebnisse zurückdenken, aus den Erinnerungen Kraft schöpfen für den Alltag und ein neues Ziel.

Beispiel: Die von Achim Zahn ausgearbeitete, heute sehr bekannte Joe-Route (Alpencross von Oberstdorf zum Gardasee) entspricht in puncto Kondition und Fahrtechnik dem Level 3:

Kondition          
Fahrtechnik          

 

 

 

Anmerkungen zur Single Trail Skala (S1 bis S5):
Von einer Einstufung der fahrtechnischen Schwierigkeiten nach der von emsigen Bikern in Anlehnung an die UIAA-Richtlinien für Kletterer geschaffene Single Trail Skala wurde bewusst abgesehen:
Es gibt Race-Bikes, Marathon- , Cross Country-, Allmountains-, Freeride- und Downhill-Bikes. Als Hardtail oder vollgefedert. Alle mit drei Laufradgrößen und zudem in einer Plus-Version mit besonders dicken Reifen. Unterwegs mit einem dieser Geräte vom Fimberpass hinab zum jungen Inn stellt sich anschließend die Frage nach der Bewertung der Schwierigkeit. War die Abfahrt nach der Skala S2 oder etwa S3? Gab es da nicht auch eine Stelle mit S4? Noch so eine Klassifizierung, die uns das Leben nicht erleichtert. Dazu möchte ich folgende Hinweise geben: Die Schwierigkeitsstufen S4 und S5 dienen alleine der Profilierung weniger. Normale Tourenbiker können derart bewertete Trail-Abschnitte auf dem Rad nicht bewältigen, haben bei S5-Passagen i.d.R. schon Probleme, diese zu Fuß mit dem Rad im Gepäck sicher und unbeschadet hinter sich zu bringen. Mit einfachen Worten festgehalten, bei S4 und S5 handelt es sich um kein Terrain für Mountainbiker. Bleiben zur Unterscheidung die Stufen S1 bis S3 in der Bewertungsskala. Dafür gibt es in der Deutschen Sprache die verständlichen Begriffe >> einfach, mittel und schwer <<. Die Kreatoren haben auch verkannt, dass ein Kletterer die maximale Schwierigkeit im Griff haben muss, um die Route zu bewältigen. Andernfalls droht ihm ein nicht selten riskanter Rückzug. Ein Mountainbiker hingegen kann absteigen und schiebend das Hindernis umgehen. Während sich die Verhältnisse in lotrechten Felswänden i.d.R. über Jahre nicht verändern (die Bewertungen haben Bestand), kann ein Unwetter einen fahrbaren Pfad binnen kurzer Zeit in wegloses mitunter absturzgefährdetes Gelände umgestalten (die Bewertungen sind kurzlebig). Mehr gibt es zu diesem Zahlenwerk nicht zu sagen.

Unterm Colle Moura delle Vinche (Sturatal)